Neuwieder Motorsportler hatten viel Spaß und Erfolg beim Eifelrennen
„Youngtimer“, „Weiße Elefanten“ und der „Kampf der Zwerge“
Kreis Neuwied. Zum dreißigsten Mal fand die Veranstaltung „Jan Wellem Pokal“ des Düsseldorfer Motorsportclub 05 e.V. auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings statt, und seit dem Jahr gibt es das Eifelrennen wieder, das jetzt zum dritten Mal als „ADAC Eifelrennen um den Jan Wellem Pokal“ den vielen Tausend Klassikfans präsentiert wurde. Auch die Motorsportler aus Neuwied hatten bei guten äußeren Bedingungen viel Spaß und Erfolg in ihren jeweiligen Rennen. Auf die Größe kommt es nicht an, das bewiesen wieder einmal die kleinvolumigen Renntourenwagen in den beiden Rennen „Kampf der Zwerge. Und auch der Neuwieder Ingenieur Thomas Bohlmann kämpfte mit seinem Zwerg, einem seltenen Steyr-Puch 700 C Kombi mit 780 ccm Hubraum. 1966 wurde der Zwerg gebaut und bestreitet bis heute Rennen, an denen nicht selten bis zu 70 Rennwagen am Start sind. Mit Herzblut lieferten sich die Teilnehmer bis zur Ziellinie packende Duelle, die Rennsemmeln vom Schlag eines Minicooper, Abarth, NSU TT, Fiat 500 oder auch Steyr-Puch begeistern die Fans und bieten Action bis zur allerletzten Sekunde. Neben den seit Jahren bekannten Wertungsgruppen „NSU TT Trophy“, Britisch Car Trophy“, Abarth Coppa Mille“ ist in diesem Jahr der „1300 Histo Cup“ ausgeschrieben. Für die Teilnehmer wie Thomas Bohlmann aus Niederbieber steht der sportliche Wettbewerb eigentlich erst an zweiter Stelle, denn die Atmosphäre im Fahrerlager und die Kameradschaft untereinander ist vorrangig. Allerdings geht es dann auf die Piste, werden die Zwerge richtig giftig und kämpfen um jeden Meter. So auch Thomas Bohlmann, der in beiden Rennen richtig schnell Boden gutmachte und seinen Puch um den Kurs jagte, mit sehr guten Rundenzeiten lag er in seiner Klasse vorn, als der Keilriemen sich löste und er den Zwerg abstellen musste. „Der zweite Platz wäre heute locker drin gewesen“, so der Neuwieder. Auch im zweiten Lauf hatte er kein Glück und musste den Steyr-Puch Zwerg aus dem Rennen nehmen.
Der Segendorfer Bernd Runkel und der Heddesdorfer Dietmar Simon machten es im Dreistundenrennen auf der kombinierten Nürburgring Nordschleife mit Grand Prix Kurs da schon besser, denn beide Piloten fuhren auf ihrem Audi 50 des Baujahres 1981 ein fantastisches Rennen. In der Klasse der Gruppe zwei Rennwagen bis 1300 ccm wurden sie zweite und insgesamt 44. bei fast 100 gestarteten Porsche, BMW, Opel oder auch VW in diesem hochkarätigen Starterfeld.
Youngtimerrennen
So war das Youngtimerrennen wieder das Hauptrennen des diesjährigen Eifelrennens 2013. Drei Stunden „Grüne Hölle“ mit ihren über 70 Links-und Rechtskurven wurden unter die breiten Walzen genommen. „Unser Start war gut und nach zwei Runden gab es doch schon viele Unfälle, vor denen mit gelbgeschwenkter Flagge gewarnt wurde. Durch einen Rennabbruch nach dem Start sind wir drei Einführungsrunden gefahren. Unser Audi 50 hat sehr gut gehalten und war auch sehr schnell, sodass wir am Ende den zweiten Rang belegt haben, worüber ich sehr glücklich bin“, so Dietmar Simon. Und Bernd Runkel ergänzt: „Man musste höllisch achtgeben durch Öl auf der Strecke und kleine Trümmerteilchen von verunfallten Teilnehmern. Bin happy, dass unser Auto heil ins Ziel gekommen ist und der zweite Platz ist einfach nur klasse.
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Der „weiße Elefant“ wurde gefahren von Rennsportlegende Jochen Mass.
Platz zwei erreichten Runkel und Simon mit der Nummer 163.Fotos: DEB
