Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V.
Zwei Raritäten für das Bimsmuseum
Heimbach-Weis. Angeregt durch den Besuch mit der Kolpingsfamilie Heimbach-Weis im Bimsmuseum in Kaltenengers, konnten dem Leiter des Museums, Dr. Heinz Geenen, zwei Raritäten aus Heimbach überreicht werden. Zum einen besaß Adolf Zils noch eine aus dem Jahr 1951 gut erhaltene einrädrige Hartgummi-Schub-/Ausfahrkarre, die er Dr. Heinz Geenen für das Museum übergab, und zum anderen überreichte Simon Birrenbach einen Original Sandstein.
Der 88-jährige Simon Birrenbach erläuterte, dass vor der industriellen Herstellung des Bimssteins an bestimmten Stellen im Feld die sogenannten Sandsteine gegraben bzw. geschnitten wurden. Mit diesen Sandsteinen wurden im 18. Jahrhundert die Fachwerkhäuser ausgefacht, anstatt mit Reisig und Lehm. Das Haus von Simon Birrenbach in der Blocker Straße 12 war mit diesen Steinen ausgefacht und wurde 1855 von der Familie Moskopf, später Eigentümer der Senffabrik in Gladbach, erbaut.
1929 haben seine Schwiegereltern Anton Krupp und Ehefrau Anna, geb. Kahn, dieses Haus erworben. 1970 wurde das alte Haus abgerissen und ein neues erstellt, wobei Simon Birrenbach viele Fragmente der Sandsteine aufbewahrt und ein Stück dem Museum geschenkt hat. Dr. Geenen war begeistert darüber, hatte er doch im Vorfeld nur davon gehört, aber noch nie ein solches Produkt gesehen. Da die alte Scheune auf dem Grundstück in der Blocker Straße noch in einem äußerst gut erhaltenen Zustand ist, bot er dem Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V., Adolf Zils, an, diese Rarität im Ort doch in die zukünftigen Dorfführungen zu integrieren. Dieses Angebot wurde dankend angenommen.
