Politik | 24.09.2018

Neubau von 24 Sozialwohnungen in der Mendiger Vulkanstraße

Abriss der 1964 gebauten „Schlicht-Wohnhäuser“ erfolgt in Kürze

Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel erläuterte anhand der Pläne die Ausführungsarbeiten für das neue soziale Wohnungsbauprojekt in Mendig. FRE

Mendig. Bezüglich des Abrisses und Neubaus der Sozialwohnungen in der Mendiger Vulkanstraße unweit des Schützenplatzes hatten der Hauptausschuss und der Stadtrat im November 2017 bereits Gespräche mit potentiellen Investoren und der ISB-Bank geführt. Die angedachte Lösung, das Projekt mit einem Investor durchzuführen, stellte sich in einigen Punkten als für beide Seiten nicht durchführbar dar.

„Blick aktuell“ sprach mit Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel über den aktuellen Stand des sozialen Wohnungsbau-Projektes.

Blick aktuell: „Um wie viele Sozialwohnungen handelt es sich insgesamt?“

H. P. Ammel: „Es handelt sich um vier Wohnblöcke á vier Wohnungen, die 1964 gebaut wurden. Die sogenannten „Schlicht-Wohnhäusern“ befinden sich inzwischen in einem desolaten Zustand. Außerdem gibt es keine sanitären Anlagen, die der heutigen Norm entsprechen und beheizt werden die Wohnungen mit Feststoff-Öfen.

Blick aktuell: „Wann soll denn mit den Abrissarbeiten begonnen werden?“

H.P. Ammel: „Nachdem wir nach einigen Vorgesprächen am 31. August 2018 bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz in Mainz (ISB) einen Antrag auf Finanzierung des gesamten Projektes in Höhe von 2,8 Millionen Euro gestellt haben, hoffen wir, in einigen Wochen mit dem Abriss beginnen zu können.“

Blick aktuell: „Wie sieht denn der Finanzierungsplan aus?“

H.P. Ammel: „Ausgesprochen günstig: In den ersten zehn Jahren zahlen wir 0 Prozent Zinsen, die dann folgenden fünf Jahre 0,5 Prozent und danach noch einmal zehn Jahre lang 1 Prozent. Außerdem gibt es einen Tilgungszuschuss des Landes in Höhe von 15 Prozent. Die Stadt wird eine lineare Tilgungsrate von 4 Prozent zahlen, sodass die Investitionen sich innerhalb von 25 Jahren durch Mieteinnahmen refinanzieren.“

Blick aktuell: „Wie groß sind die jeweiligen Wohnungen?“

H.P. Ammel: „Die Sozialwohnungen umfassen 64 bis 76 qm und werden je nach Anzahl der Mieter vergeben.“

Blick aktuell: „Bekommen alle Familien, die derzeit in den Wohnungen leben, wieder eine der neuen Wohnungen zugewiesen und wo sind sie während der Abriss- und Neubauzeiten untergebracht?“

H.P. Ammel: „Wir haben im Januar dieses Jahres alle betroffenen Mieter zu einem Informationsgespräch in die Mendiger Schützenhalle eingeladen und ihnen unter anderem fest zugesagt, dass sie in der neuen Anlage wieder einziehen können. Für den Übergang haben wir inzwischen für alle Mieter entsprechenden Wohnraum sichergestellt, sodass niemand ohne Obdach bleiben wird. Sobald das Projekt fertiggestellt ist, enden die zwischen der Stadt und den Vermietern abgeschlossenen Mietverträge.“

Blick aktuell: „Was finden die Mieter vor, wenn die Wohnungen- bzw. Häuserblocks neu gebaut sind?“

H.P. Ammel: „An Stelle der vier Wohnblöcke á vier Wohnungen werden zwei Wohnblöcke á zwölf Wohnungen, als insgesamt 24 Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Im Übrigen entspricht die Ausstattung dem Standard, d.h., dass jede Wohnung über eine Zentralheizung und einen eigenen sanitären Bereich verfügen wird. Außer PKW-Stellplätzen wird der Außenbereich mit einer attraktiven Grünanlage gestaltet. Voraussichtlich wird es insgesamt ca. zwei Jahre dauern, bis die neuen Wohnungen bezugsfertig sind.“

Blick aktuell: „Vielen Dank für das Gespräch!“

FRE

Anstelle der bisher vier Wohnblöcke werden in ca. zwei Jahren zwei Wohnblöcke á zwölf Wohneinheiten mit begrünter Außenanlage in der Vulkanstraße zur Verfügung stehen.

Anstelle der bisher vier Wohnblöcke werden in ca. zwei Jahren zwei Wohnblöcke á zwölf Wohneinheiten mit begrünter Außenanlage in der Vulkanstraße zur Verfügung stehen.

Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel erläuterte anhand der Pläne die Ausführungsarbeiten für das neue soziale Wohnungsbauprojekt in Mendig. Fotos: FRE

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