Leserbrief zur Planung einer Brücke für Bachem
Abriss der „Buckelsbrücke“ war falsch
Bachem. Die Freie Wählergruppe hat es schon auf den Punkt gebracht, dass die Brücke von der Hostert in Bachem über die Ahr ein sehr sinnvolles Bauwerk wäre. Diese wurde wohl vom Stadtrat für die Bachemer Bürger, ohne dass es eine sinnvolle Begründung gibt, abgelehnt.
Ich hätte erwartet, dass zumindest ein oder zwei Angebote vorgelegen hätten. Wenn man in das Jahr 1999 zurückdenkt, ist mit dem Abriss des Bachemer Wahrzeichens, der alten Bachemer „Buckelsbrücke“, der erste Fehler gemacht worden. Für die Abriss- und die Neubaukosten der jetzigen Bachemer Brücke hätte man mit Sicherheit eine Autobrücke von der Hostert über die Ahr für den Nahverkehr und die Fußgänger/Radfahrer bauen und die alte Bachemer Brücke für Fußgänger und Radfahrer bestehen lassen können. Dann würden heute keine Diskussionen geführt werden müssen.
Versorgungslücken schließen
Die Brücke von der Hostert ist für Bachem, den viertgrößten Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, von größter Wichtigkeit. Im Jahre 2007 wurde der Antrag schon mal abgelehnt. Heute sieht es in Bachem so wie auch in vielen anderen Stadtteilen aus, dass keine Geschäfte für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung vor Ort sind. Da die Menschen immer älter werden und auch viele kein Auto besitzen und fahren, ist es eine sinnvolle Sache, hier in Bachem eine Brücke zu bauen, die hochfrequentiert genutzt und die alle Versorgungslücken der über 1.000 Bewohner Bachems schließen würde. Man könnte in kurzer Zeit mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß alle Einkaufscenter, Ärzte, Bus und Bahn erreichen. Die Kinder hätten viel kürzere und ungefährliche Wege zu ihren Schulen und dem Kindergarten.
Das ist in meinen Augen sinnvoller, als irgendwelche Gebäude zu bauen, die dann nicht ausgelastet sind und nur Kosten verursachen, die der Steuerzahler der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler leisten muss. Wenn man dann von einer Hängeseilbrücke liest, die über das Adenbachtal in Ahrweiler geplant werden und 577.000 Euro kosten soll, muss ich sagen, da ist eine Brücke über die Ahr sehr viel sinnvoller und viel günstiger.
Viele kostspielige Baustellen
Es reicht doch, dass an den sogenannten Schwurfingern ein Kletterpark, der, wie man sieht, kaum genutzt wird, genehmigt wurde. Denn ich sehe diese Stützpfeiler als Teil eines Denkmahls, und das sollte man in Ehren halten und nicht noch mehr verschandeln, als es jetzt schon ist. Zumal wurde in Laach, an der oberen Ahr, eine Fahrradbrücke für 1,6 Millionen Euro gebaut, obwohl der Fahrradweg nur 150 Meter von der nächsten Überquerung über die Ahr weg liegt.
In Bad Neuenahr tun sich plötzlich Baustellen auf, die ein Vielfaches an Kosten verursachen als die Brücke in Bachem. Hier möchte ich doch gerne den Antrag stellen, dass man noch einmal in sich geht und dieses Projekt im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler noch einmal dringlich aufnimmt und mit einem Kostenvoranschlag der günstigsten Konstruktion einer Brücke hoffentlich positiv beantworten würde.
Heinz-Rudi Dresen,
Bad Neuenahr-Ahrweiler
