Fraktionen der FDP und FWG WIR e.V. diskutieren mit Hausärzten(innen)
Ärztliche Versorgung auf dem Land – wie sieht die Zukunft aus?
Rengsdorf/Waldbreitbach. Vor dem Hintergrund, dass fast jeder zweite Hausarzt im Landkreis Neuwied inzwischen älter als 60 Jahre ist und die Kassenärztliche Vereinigung davon ausgeht, dass im schlimmsten Fall ca. 57 Prozent aller Hausarztstellen im Landkreis Neuwied bis zum Jahr 2025 nachbesetzt werden müssen, haben sich die beiden Fraktionen FDP und FWG WIR e.V. diesem Thema angenommen. Beide Fraktionen haben sich mit einigen der Ärztinnen und Ärzte in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach im Juni zu einem informativen Austausch über die aktuelle Lage und deren Auswirkungen für die Zukunft zusammengesetzt. Die Ergebnisse des gemeinsamen Informationsaustausches werden in einen Prüfantrag an die Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf-Waldbreitbach münden, den beide Fraktionen in der nächsten VG-Ratssitzung einbringen werden. Hierbei soll eine Machbarkeitsprüfung von Maßnahmen zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung durchgeführt werden.
Bei dem intensiven und sehr konstruktiven Gespräch mit Teilen der Ärzteschaft ist vor allem auch die Wertschätzung gegenüber der Arbeit und des Engagements von den Ärzten, sowie der Arzthelfer/-innen angesprochen worden. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie versuchen die Ärztinnen und Ärzte ihrem Auftrag der gesundheitlichen Versorgung der Mitbürgerinnen und Mitbürger mehr als gerecht zu werden. Mehrstunden, Aufklärungsgespräche, erhöhter Verwaltungsaufwand sind nur einige Punkte, die unsere Ärzteschaft über das Maß hinaus belasten. Die normalen Gespräche mit den Patienten über deren Befindlichkeiten sind oftmals und zwangsläufig in den Hintergrund geraten – und das ohne jegliche Absichten.
Aber wie lässt sich diese Situation für die Zukunft ändern?
Die beiden Fraktionen, gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten, haben sich zum Ziel gesetzt, die gesundheitliche Versorgung in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach auf zukunftsgerechte Säulen zu stellen. Vor allem den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist dieses grundsätzliche Thema sehr wichtig.
Wer ist in der Zukunft mein Hausarzt? Wie komme ich eigentlich zu meinen Arzt? Wie erhalte ich mein Rezept? Wie kann man ärztlichen Nachwuchs in die ländlichen Regionen anwerben? Dieser und weiterer Fragen muss sich die kommunale Politik annehmen, damit auch in Zukunft die gesundheitliche Versorgung in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach gesichert ist!
Pressemitteilung der
Fraktionen von
FDP und FWG WIR e.V
