Alter Güterbahnhof erhitzt die Gemüter
In einer E-Mail hat sich stellvertretend ein Anwohner des alten Güterbahnhofs an mich gewandt. Hier heißt es: „Es reicht, sagen die Anwohner des ehemaligen Güterbahnhofs. Seit geraumer Zeit werden unsere rückwärtigen, dem ehemaligen Güterbahnhof zugewandten Grundstücke und Innenhöfe mit Glasflaschen, Glasgegenständen und Baseballschlägern ‚bearbeitet‘. Kfz-Kennzeichen von geparkten Autos werden entwendet. Es wurde versucht, Fensterscheiben mit Baseballschlägern einzuschlagen, Heckscheiben von geparkten Autos wurden zertrümmert. Die Erstattung von Anzeigen bei der örtlichen Polizeiinspektion verlaufen im Nichts, d.h. sie wurden nach kürzester Zeit eingestellt. Unsere einst gepflegten Innenhöfe sehen aus wie Müllablagestellen und weisen mittlerweile Beschädigungen durch obigen Vandalismus aus. Die Polizeibehörde verweist auf das örtliche Ordnungsamt und entschuldigt sich mit Personalmangel und der Behauptung, im Grunde sei der Bewurf mit Glas nur illegale Müllentsorgung. Das Ordnungsamt kennt den Brennpunkt und verweist auf die Polizeibehörde, entschuldigt sich auch mit Personalmangel, stellt aber in Aussicht zusätzliche Kräfte einzustellen – wann? Beide Behörden stellen die Frage, ob nicht vielleicht die Bundesbahn noch verantwortlich ist für ihr ehemaliges Gelände. Wenn öffentliche Institutionen derart versagen, sollte die Hilfe von anderer Seite angefordert werden. So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand, der seinen Feierabend genießen möchte, durch obiges Bombardement mehr oder weniger schwer verletzt wird. Es macht keinen Sinn, eine essbare Stadt vermarkten zu wollen, wenn Besucher, die die obigen Parkplätze benutzen, derart abgestoßen und gefährdet werden. Warum wurde dieses Gelände einst mit aufwendigen Mitteln erbaut und wird dann sich selbst überlassen?“, so die Mail an mich. Ich denke, hier ist unbedingter Handlungsbedarf notwendig – von wem auch immer! PS. Wer Themen und Ideen für mich hat, einfach an baeckerjung@kruppverlag.de mailen, oder besucht mich auf www.facebook.de/andernacherbaeckerjung.
Euer
Bäckerjung
