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Drei Weiher Immobilienkonzept GmbH

Am BV Marieneck geht „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“

Am BV Marieneck geht
„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“

Zur Hangsicherung werden ein Drahtgeflecht mit sogenannten Erdnägeln im Hang verankert.Foto: privat

15.02.2019 - 14:16

Waldbreitbach. Beim Bauvorhaben Marieneck im Herzen von Waldbreitbach gibt es Bewegung. Der Komplex wird 20 Wohnungen und mehrere Gewerbeeinheiten in zwei Baukörpern umfassen. Nach dem Abriss des Anwesens „Bäckerei Stöbbauer“ im Frühsommer vergangenen Jahres war auf dem Baufeld an der Neuwieder Straße / Ecke Marienstraße nur scheinbar Ruhe eingekehrt. Aufmerksame Betrachter beobachteten in den letzten Monaten Bautechniker, die insbesondere den Hang der oberhalb liegenden Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und anderer Nachbarn intensiv untersuchten. Ursprünglich wollten die Bauherren, die 3WI GmbH mit den Gesellschaftern Guido Eulenbach und Viktor Schicker, Hangsicherungsmaßnahmen auf das eigentliche Baugrundstück unterhalb der Katholischen Pfarrkirche beschränken. Doch der beauftragte Fachplaner Dipl.-Geol. Peter Frinken aus Bendorf sah darin nach umfangreichen Untersuchungen keine Ideallösung.

Er schlägt eine, wie er es nennt, Böschungsvernagelung vor. Dabei wird ein hochfestes Drahtgeflecht mit so genannten Erdnägeln im Hang verankert und sichert ihn dauerhaft. Die „Nägel“ werden bis zu neun Meter tief in den Hang getrieben. Es sind Hohlstäbe, durch die dann eine Verfestigungsmasse gepresst wird, mit der sie sich im Erdreich festkrallen. Erdnägel und Drahtgeflecht sind damit arretiert. Mit einer nachfolgenden Begrünung ist später davon nichts mehr sichtbar. Die dauerhafte Stabilisierung ist nicht nur für das spätere Gebäude, sondern bereits für die auszuhebende Baugrube wichtig, daher steht sie vor allen anderen Baumaßnahmen.

Da die Erdnägel im Boden verbleiben und im Untergrund bis unter die Nachbargrundstücke reichen, ist die Zustimmung aller betroffenen Nachbarn unumgänglich. Auch dem Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt Waldbreitbach wurde diese Maßnahme vorgestellt. Die Notwendigkeit dieser Arbeiten wurde auch dort anerkannt. Aus Sicht des mitbeteiligten Bistumsarchitekten ergibt sich eine erhebliche, -zudem kostenfreie-, Stabilitätsverbesserung für alle Nachbargrundstücke, eine klassische win-win Situation. Die formale Zustimmung aller Beteiligten liegt seit Jahresende vor. Nach weiteren Detail-Vermessungen stehen seit letzter Woche die Ampeln auf grün und die Bagger rollen für Vorbereitungsarbeiten. Die Spezialfirma für die Hangvernagelung folgt in den nächsten Wochen mit ihrem Bohrgerät.

Die noch vom Vorbesitzer Ortsgemeinde Waldbreitbach im Bereich der Neuwieder Straße angelegte Dekorbepflasterung wurde aufgenommen und gesichert. Sie findet demnächst eine neue Verwendung beim der Neuanlage von Wegen des ortseigenen Friedhofs.

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