Neujahrsempfang der FDP Rheinbach
Auch Handwerk ist systemrelevant
MdB Jörg von Polheim beschäftigte sich in seiner Ansprache mit der Situation dieses Wirtschaftszweigs
Rheinbach. Mit der Situation des Handwerks in Deutschland beschäftigte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Jörg von Polheim beim Neujahrsempfang der Rheinbacher FDP im Himmeroder Hof. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Handwerk der FDP-Bundestagsfraktion und gelernter Bäckermeister sowie diplomierter Bauingenieur konnte er dabei als Hauptredner des Abends durchaus aus eigener Erfahrung berichten.
„Das Handwerk ist eine starke Basis unserer Wirtschaft, und wir Liberalen müssen uns weiterhin stark dafür einsetzen“, machte er deutlich. Mit Blick auf die Banken-Rettungsaktionen der jüngsten Vergangenheit stellte er zudem fest: „Auch das Handwerk ist systemrelevant, sozusagen die Wirtschaftsmacht von neben an.“ Die deutschen Handwerksmeister lebten täglich die Ideale von Freiheit und Verantwortung vor, sie müssten dabei aber stärker von der Politik unterstützt werden, fand von Polheim.
Anstieg der Energiekosten bremsen
So müsse der enorme Anstieg der Energiekosten gebremst werden, denn dieser bedeute einen gewaltigen Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich. Es sei ein Unding, dass die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien unbegrenzt gefördert werde, ohne dass entsprechende Speichermöglichkeiten vorhanden seien. Eine staatliche Preisgarantie im Energiebereich fand er ohnehin unseriös, denn schließlich bekomme auch ein Bäcker keine Abnahmegarantie für seine Brötchen. Sein Fazit: „Energiepolitik verträgt keine politische Schaumschlägerei.“
Eine Absage erteilte von Polheim auch der geplanten Gleichstellung der Ausbildungsabschlüsse innerhalb der Europäischen Union. Seiner Ansicht nach führe das zwangsläufig zur Abwertung der deutschen Abschlüsse in der Berufsausbildung. Die Berufsausbildungen seien im europäischen Vergleich nun einmal nicht vergleichbar, und mit einer gegenseitigen Anerkennung werde nur die duale Ausbildung in Deutschland unterwandert, die Qualität bleibe letztlich auf der Strecke. „Schließlich ist Bildung der Schlüssel für die Zukunft“, rief er unter dem Beifall der gut 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.
Bescheidenheit ist eine Tugend
Der FDP-Kandidat im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis für die bevorstehende Bundestagswahl, Torsten Knott aus Bornheim, bemerkte in seinem Grußwort mit einem Seitenhieb auf die derzeitige Situation der Bundes-FDP: „Bescheidenheit ist eine Tugend, und sie stünde auch manchen Politikern der FDP nicht schlecht.“ Beim Wahlkampf wolle man sich in der Form auf jeden Fall positiv von den anderen Parteien unterscheiden, denn er versprach einen fairen Wahlkampf ohne persönliche Angriffe, dabei aber hart in der Sache.
Auch er wünschte dem Handwerk ein besseres Image in der Bevölkerung. Man müsse den jungen Menschen wieder vermitteln, dass es nicht darauf ankomme, wie viel man verdiene und wie schnell man berühmt werde. „Es ist auch wichtig, dass man abends nach Hause kommt und sagen kann: Ich habe etwas geleistet, ich habe etwas geschaffen.“ Und dafür seien die Berufe im Handwerk prädestiniert.
Zuvor hatte der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Hartmut Johannlükens unter anderem Bürgermeister Stefan Raetz sowie die beiden Vizebürgermeister Claus Wehage und Tamara Vogt ebenso begrüßt wie den ersten Beigeordneten Dr. Raffael Knauber und den FDP-Kreisverbandsvorsitzenden Jürgen Peter. Den Vertretern der anderen im Stadtrat vertretenen Fraktionen dankte er für die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und erhoffte sich diese auch für das jetzt beginnende 2013.
VJ
Beim Neujahrsempfang der Rheinbacher FDP begrüßte der Stadtverbandsvorsitzende Hartmut Johannlükens (r.) unter anderem (v. l.) den FDP-Kreisvorsitzenden Jürgen Peter, den Fraktionsvorsitzenden Karsten Logemann, die stellvertretende Vorsitzende Jana Rentzsch, den Bundestagsabgeordneten Jörg von Polheim, Vizebürgermeisterin Tamara Vogt, den Bundestagskandidaten Thorsten Knott und den stellvertretenden Vorsitzenden Lorenz Euskirchen. Foto: VJ
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