Politik | 24.09.2018

Mendiger Senioren-Union zu Gast in Münstermaifeld

Aufregende Entdeckungen in der Nachbarschaft

Mitglieder erlebten eine fantastische Stadtführung

Walter Meurer gelang es, die Geschichte der Stadt ebenso unterhaltsam wie historisch fundiert zu präsentieren. privat

Mendig. Unter dem Motto „Warum immer in die Ferne reisen, wo doch das Schöne und Interessante so nahe liegen kann“, hatten sich 30 CDU-Seniorinnen und -Senioren auf den Weg gemacht, um mehr über die historisch besondere Stadt Münstermaifeld zu erfahren. Dass es in direkter Nachbarschaft zur Verbandsgemeinde Mendig ein solch reizvolles Städtchen (3400 Einwohner) gibt, in dem es so vieles zu entdecken gibt, hätte sich vor der Führung niemand vorgestellt.

Der echte Münstermaifelder Walter Meurer empfing die Gruppe auf dem Münsterplatz und begann die Führung mit Ausführungen über die Entstehungsgeschichte der Kirche, Geschichte des Münsterplatzes mit vielen Anekdoten und tiefer gehenden Informationen. Da Meurer für seine Ausführungen mehrfach einen astreinen Maifelder Dialekt benutzte, und mehrfach lustige Episoden eingebaut hatte, wurde seinen Ausführungen (da trotzdem gut verständlich) mit großer Aufmerksamkeit gefolgt. Auf Baustil, Stiftsaltäre, Beichtstuhl und den wunderbaren Altar der Kirche ging er näher ein. Auch diese Elemente würzte Meurer immer wieder mit Erlebnissen und Erfahrungen aus seiner Kinderzeit, sodass Langeweile komplett ausgeschlossen war. Unter anderem berichtete er über eine verschwundene Altarfigur, die nach langen Jahren auf wundersame Weise auf dem Klostergelände Maria Laach aufgefunden wurde und mit viel Glück ihren Weg zurück in den Altar fand. Außerhalb der Kirche wies er die Mendiger auf einen baulichen Kunstgriff hin. Beim Neubau des Münsters wurde das Dach zu hoch gebaut, und damit waren die Türme gegenüber der Kirche zu niedrig. Nach reiflicher Überlegung hat man daraufhin die Türme einfach aufgestockt, und das Problem war gelöst.

Nächster Besichtigungspunkt war der Probsteikeller. Hier wurde in mühsamer Eigenleistung ein interessantes Ziel erreicht. Es befindet sich eine wunderbare Ausstellung in diesem Keller, in der in Modellform der Anfang der Menschheit und die weitere Entwicklung des Menschen veranschaulicht ist. Auch diese Ausstellung wurde mit lustigen Ausführungen und Einblicken in die ehrenamtlich durchgeführten Aufbauarbeiten untermalt.

Der Weg führte nun über den historischen Marktplatz. Begleitet von Informationen über die alten Stiftshäuser, deren Geschichte und aktuelle Nutzung ging es zur Synagoge. Unterwegs erfuhr die Gruppe einiges über die Geschichte der ältesten Bauernhöfe, die Vernichtung der Innenstadt durch ein Missverständnis sowie den Wiederaufbau der ehemaligen Fachwerkhäuser und deren aktuelle Nutzung. In der Synagoge angekommen, wandelte sich automatisch die ausgelassene Stimmung in Nachdenklichkeit. Hier sprach Meurer über seine Kindheitserfahrungen und die Art und Weise des Versuchs der Münstermaifelder in den 50er-Jahren, ihre Erlebnisse aus Zeit des Dritten Reiches zu verarbeiten. Es wurde an die Geschehnisse in der Reichskristallnacht, deren Folgezeit und die Einzelschicksale (schriftlich im Gebäude dargestellt) erinnert. Es bestand absolute Übereinstimmung aller Anwesenden in der Auffassung, dass solche Verbrechen an der Menschheit nie mehr, niemals und nirgendwo mehr vorkommen dürfen. „Wehret den Anfängen,“ so die mehrfach geäußerte Auffassung.

Die Führung wurde in Richtung Stadtkern fortgeführt, und nach umfassendem Dank und Beifall für die Informationen, die angenehme Art und Weise des Meurer, konnte in einem sehr angenehmen Ambiente mit Kaffee und Kuchen der Ausflug abgeschlossen werden.

Pressemitteilung der

Senioren-Union Mendig

In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen endete der Ausflug.

In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen endete der Ausflug.

Walter Meurer gelang es, die Geschichte der Stadt ebenso unterhaltsam wie historisch fundiert zu präsentieren. Fotos: privat

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