Politik | 16.06.2020

Konzeptvorstellung im Ausschuss

Bauhof der Gemeinde Wachtberg benötigt mehr Leute und mehr Platz

Kommunalagentur NRW hatte in Untersuchung Verbesserungspotenzial aufgespürt – Standort ohne Alternative

Wachtberg. Wie kann man den Bauhof der Gemeinde Wachtberg optimieren? Diese Frage versuchte die Kommunalagentur NRW in einem Konzept für die Gemeinde Wachtberg zu beantworten. Ergebnis: Es gibt noch Verbesserungspotenzial, wofür allerdings mehr Personal nötig wäre. Das erläuterte Expertin Melissa Eimer dem Haupt- und Finanzausschuss.

Der Organisationsaufbau des Baubetriebshofes als Sachgebiet des Fachbereichs Bau sei für seine Größe grundsätzlich geeignet, so Eimer. Verbesserungsfähig sei allerdings noch die Stellvertreterlösung, denn der derzeitige Stellvertreter des Bauhofleiters sei in der Gemeindeverwaltung angesiedelt und stehe nur etwa 80 Stunden pro Jahr für die Arbeit im Bauhof zur Verfügung. Eimer empfahl, den Stellvertreter künftig im Verwaltungsbereich am Bauhof anzusiedeln, damit er sich systematisch in die Führung aller Prozesse einarbeiten könne. Das schlägt sich in einem zusätzlichen Personalbedarf von 0,37 Stellen nieder.

Eine Eingliederung in die Gemeindewerke stand ebenfalls auf dem Prüfstand, doch davon riet Eimer ab. Den wenigen Vorteilen wie höhere Unabhängigkeit von der Kommune und schnellere Reaktionszeiten stünden eine Vielzahl von schwerwiegenden Nachteilen gegenüber, etwa das dann notwendige Erstellen einer Abschluss- sowie einer Eingangsbilanz für die Gemeindewerke.

Veraltete Datengrundlage auf den aktuellen Stand bringen

Was aber auf jeden Fall gestärkt werden solle, sei das Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnis zwischen Gemeinde und Bauhof, riet Eimer. Am besten mit einem standardisierten Auftragsmanagement, denn eines der Ziele solle die Minimierung des Abstimmungsaufwandes sein sowie eine bessere Durchführungskontrolle und Dokumentation. Allerdings gelte es auch, die zum Teil veraltete Datengrundlage auf den aktuellsten Stand zu bringen, was während der Konzepterstellung bereits größtenteils geschehen sei. Wie ohnehin die „digitalen Potenziale“ besser genutzt werden müssten. Die dafür notwendige Software sei zum Teil schon vorhanden, werde aber noch nicht in ausreichendem Maße eingesetzt.

Auch der Standort des Bauhofs zwischen Einkaufszentrum und Radom in Berkum nebst dem benachbarten Gereonshof als Erweiterung der Lagerfläche wurden einer näheren Untersuchung unterzogen und nach möglichen Alternativen gefahndet. Doch auch hier gab es Ernüchterung: Ein besserer Standort sei wahrscheinlich nicht zu finden, zu Eimer. Als Alternativen ins Auge gefasst worden waren Standorte im Gewerbepark Villip und an der Dreikönigenstraße in Oberbachem. Zwar seien die Sanitärräume und die sozialen Einrichtungen am derzeitigen Bauhof nicht mehr zeitgemäß, und auch der Büro- und Verwaltungstrakt sei viel zu klein. Doch könne man diese Probleme mit einer Modernisierung wahrscheinlich lösen. Notfalls mit einem Umzug der Verwaltung in den Gereonshof, wie der Erste Beigeordnete Swen Christian ergänzte.

2,43 Vollzeitstellen mehr notwendig

Letztlich sei die Frage zu klären, ob die personelle Ausstattung angesichts der Aufgaben ausreiche. Das verneinte Eimer und schlug vor, insgesamt 2,43 Vollzeitstellen mehr als bisher, nämlich 20,59 zu beschäftigen, am besten zuzüglich eines Teilzeit-Mitarbeiters für die Spielplatzkontrolle, so dass sich das Personal-Soll auf dann 21,2 Stellen erhöhte. Eine Alternative könne es sein, mehr Aufgaben als bisher an externe Auftragnehmer zu vergeben.

Christian fügte hinzu, dass während der Untersuchung ein sehr hoher Aufwand für die Datenerhebung im Zusammenhang mit dem Bauhof betrieben worden sei, denn das habe bislang gefehlt. „Da wurde bisher viel nach Erfahrung gemacht.“ Jetzt habe man aber knallharte Fakten und nachprüfbare Zahlen, mit denen man weiterarbeiten könne. Das Konzept soll nun in den Fraktionen beraten und in einer der nächsten Ausschusssitzungen diskutiert werden.

JOST

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