Politik | 06.12.2017

Erforschung und Dokumentation von NS-Medizinverbrechen

Beirat nimmt seine Arbeit auf

Der Beirat bei seiner konstituierenden Sitzung.privat

Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland widmet sich der Rhein-Sieg-Kreis der Erforschung von NS-Medizinverbrechen – vor allem der Zwangssterilisation und der Euthanasie - im alten Siegkreis und im Landkreis Bonn. Als weiterer Projektpartner ist die Universität Bonn (Lehrstuhl Prof. Dr. Joachim Scholtyseck) in die Vereinbarung einbezogen. Es soll eine wissenschaftliche Lokalstudie erstellt werden, in der die NS-Medizinverbrechen dokumentiert werden. Verantwortlicher Projektleiter ist Dr. Helmut Rönz vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte. Hauptsächlich befasst mit der wissenschaftlichen Arbeit ist Dr. Ansgar Sebastian Klein, der vom LVR zum 1. Januar 2017 eingestellt wurde. Außerdem werden studentische Hilfskräfte seitens der Universität Bonn zur Verfügung gestellt. Die Arbeit im Kreisarchiv wurde inzwischen begonnen.

Jetzt fand die konstituierende Sitzung des Beirates statt, der das Forschungsvorhaben begleiten wird. Er sorgt dafür, dass die geschichtswissenschaftlichen Standards eingehalten werden und die Forschungsarbeit im Sinne der Kooperationsvereinbarung abgewickelt wird. Außerdem stimmt der Beirat die Belange der Kooperationspartner untereinander ab.

Mitglieder des Beirates sind:

die Medizinhistoriker PD Dr. Ralf Forsbach als Vorsitzender, Prof. Dr. Hans-Georg Hofer (Universität Münster), der Kultur- und Archivdezernent des Kreises, Thomas Wagner, Dr. Helmut Rönz, Dr. Ansgar Klein, Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt, Kreiskulturamtsleiter Rainer Land sowie Michael Solf, der im September 2013 den eigentlichen Anstoß zu diesem Projekt gegeben hatte.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

Der Beirat bei seiner konstituierenden Sitzung.Foto: privat

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