Großes Interesse an der 11. Netzwerkkonferenz Kindeswohl und Frühe Hilfen
Belastungen in der Pandemie
Neuwied. Groß war das Interesse an der 11. Konferenz des Netzwerks Kindeswohl und Frühe Hilfen. 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren online zugeschaltet, als es um das Thema „Familien in Zeiten von Corona – wie sehr trifft die Pandemie ohnehin bereits belastete Kinder und Eltern“ ging. Fachvorträge und Gruppenarbeit brachten ihnen neue Erkenntnisse darüber, wie sich Strukturen aufbauen lassen, um Familien zu entlasten und zu unterstützen. In seiner Begrüßung betonte Neuwieds Bürgermeister Peter Jung, dass die Pandemie Familien in vielfältiger Weise stark zusetze. Angesichts von vorübergehenden Schließungen der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, von Kurzarbeit und Homeoffice stelle sich für Eltern die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft genug neu. Kinder und Jugendliche wiederum leiden – wie Studien belegen – während der Corona-Pandemie vermehrt unter psychischen Belastungen, Ängsten und depressiven Symptomen. „Die Corona-Pandemie führt zu komplexen Problemlagen, die sich zu einer Gefährdung für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswachsen können“, folgerte Jung. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, damit aus der gesundheitlichen und bildungspolitischen Misere keine soziale Krise wird.“
Seit klar ist, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Gesellschaft noch viele Jahre beschäftigen werden, stellen sich Fragen wie: Was brauchen Kinder und ihre Familien an Unterstützung, um Resilienz zu entwickeln? Wie finden Kinder zurück in einen strukturierten Alltag? Muss das soziale Miteinander neu gelernt werden? Wie werden Lernrückstände aufgeholt? Zwei Expertinnen, Elisabeth Schmutz, Diplom-Pädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz, und Verena Ernst, Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Mainz, gingen auf das Thema „Familien in Corona-Zeiten“ näher ein.
Ernst beschäftigte sich mit den konkreten psychosozialen Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche. Ihr Fazit: „Psychisch gesunde und selbstsichere Kinder können mögliche Lernrückstände deutlich schneller und leichter aufholen.“ Schmutz referierte über „Familien im Umgang mit psychischen Belastungen stärken – Anforderungen und Entwicklungsperspektiven für fachliche Handlungsansätze und soziale Infrastruktur“. Sie spannte den Bogen dabei von den Auswirkungen der Pandemie hin zu dem, was Familien benötigen, um Krisen (gut) bewältigen zu können. Schmutz befasst sich seit Langem mit dem Thema Kinder psychisch kranker und/oder suchterkrankter Eltern und ist sich sicher: „Resilienz muss erworben und trainiert werden“.
Die Moderatoren Daniela Kiefer, Netzwerkkoordinatorin des Kreises, und Jan Becker, ihr Pendant aus der Stadt Neuwied, hatten die Konferenz vorbereitet. Sie wiesen einleitend darauf hin, dass die pandemiebedingten Probleme sich vor dem Hintergrund einer einschneidenden Änderung im Landeskinderschutzgesetz entwickeln – und zwar der Umsetzung des neuen Förderschwerpunktes. Das Gesetz wurde rückwirkend zum 1. Januar 2020 novelliert und rückt Kinder psychisch und oder suchterkrankter Eltern in den Mittelpunkt. Für diese sollen konkrete Unterstützungsangebote in den Kommunen geschaffen werden.
Pressemitteilung
Stadt Neuwied
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