Ortsbegehung in Flerzheim fand regen Anklang
Bemängelung der Verkehrssituation
Flerzheim. Es war ein gut besuchtes Bürgergespräch, das sich an den Ortsrundgang mit Bürgermeister Stefan Raetz und den Ratsmitgliedern aus Flerzheim, im Rheinbacher Rat, und Ortsvorsteher Peter Antkowiak, anschloss.
Bereits zum Rundgang fanden sich etwa 40 interessierte Flerzheimer Bürger am Dorfplatz ein. Typische Themen waren unter anderem der Hundekot in den Grünanlagen. Hundebesitzer wurden aufgefordert für die Beseitigung selber Sorge zu tragen. Dazu wurde auch der Vorschlag aus der Bevölkerung laut, mehr Mülleimer im Ort aufzustellen. Ein weiterer Punkt waren die falsch parkenden Autos im Innenbereich des Dorfes, dem die Verwaltung zusagte, auch in den Abendstunden mehr zu kontrollieren und Verwarngelder zu verhängen. Von den Bürgern wurde ebenfalls die Verkehrssituation bemängelt, zu der die Geschwindigkeitsübertretung innerorts, wie auch auf der Landstraße zählte. Vor allem am Ortseingang Flerzheim, auf der Birkenallee von Ramershoven kommend ebenso wie auch aus Flerzheim raus Richtung Ramershoven. Die Verwaltung sagte weitere Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau zu, um die gefährliche Situation baulich zu entschärfen. Gleiches gelte auch für den Überweg über die Landstraße hin zum Kindergarten vor dem Kloster. Um eine Verkehrsberuhigung im Ort hinzukriegen, könnte die Burgstraße eine Einbahnstraße werden. Dies würde im nächsten Termin mit der Polizei geklärt, so Stefan Raetz. Dies beträfe auch die Markierung für mögliches alternierendes Parken in der Konrad-Adenauer-Straße, zu der aus der Bürgerschaft der Wunsch geäußert wurde, eine Temporeduzierung im Bereich des Kindergartens am Fließweg von 50 auf 30 Km/h und am Sportplatz von 70 auf 50 Km/h vorzunehmen.
Einige Flerzheimer beschweren sich über inzwischen zu große Bäume im Dorf, die im Herbst mit ihren Blättern die Dorfstraßen erheblich verschmutzen. Hier will die Verwaltung, wenn erforderlich, den Rückschnitt der Bäume vornehmen. Aber es käme keine Baumfällung gesunder Bäume in Frage. Eine Flerzheimer Bürgerin forderte mehr Blühstreifen, Blühwiesen und blühende Vorgärten auch in Flerzheim. Der Pflegezustand des Friedhofes wurde von mehreren Besuchern bemängelt. Allerdings sei das Problem, dass zu wenig Personal im Bauhof zu Verfügung stände und keine chemischen Mittel zulässig wären. Jede Pflege erhöhe die Friedhofsgebühren. Man würde aber bereits nach einer Lösung suchen, erklärte Raetz.
Gedanken über die Zeit nach der Ära „Schäfer“
Einige Flerzheimer machen sich auch Gedanken über die Zeit nach der Ära „Schäfer“. Sollte der Saal der Gaststätte Schäfer irgendwann nicht mehr nutzbar sein, so wird die Turnhalle - ähnlich wie in Wormersdorf - für eine Mehrzwecknutzung hergerichtet, bestätigte der Bürgermeister.
Zum Stand der Ortsumgehung merkte Ratsherr Andreas Gebbert an, dass diesbezüglich eine Anfrage beim Rat der Stadt vorläge.
Ein weiteres Thema war die Belastung durch den Schwerverkehr, der bei Rückstaus auf der Autobahn 61 zu erheblichen Belästigungen führen würde. Zumal das in der jüngeren Vergangenheit erheblich zugenommen hätte.
„Wir nehmen Ihre Anliegen und Vorschläge sehr ernst. Nicht alles wird machbar sein“, so Raetz zum Abschluss der Veranstaltung.
v.l. Ortstvorsteher Peter Antkowiak,Bürgermeister Stefan Raetz, Ratsfrau Dagmar Specht (CDU) Ratsherr Dietmar Danz (SPD).
Beim Ortsrundgang wurden verschiedene Themen erörtert.
