Bendorfer SPD-Ratsfraktion setzt auf Ökostrom!
Ausschreibung der Strom- und Gaslieferungen soll umweltfreundlicher gestaltet werden
Bendorf. Der im Jahre 2015 abgeschlossene Stromlieferungsvertrag der Stadt läuft zum 31. Dezember 2022 aus. Im Bau- und Vergabeausschuss wurde daher über die Möglichkeit, sich an einer Bündelausschreibung zu beteiligen diskutiert. Für die SPD-Ratsfraktion um Fraktionsvorsitzenden Manfred Bauer war mit Blick in die Ausschussunterlagen klar: „Sich an der Bündelausschreibung zu beteiligen macht Sinn. Wichtig ist aber auch, dass dabei auf 100 Prozent Ökostrom gesetzt wird! Wir haben uns mit der Klimaresolution selbstverpflichtet, unseren Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten und da ist es nur folgerichtig auch hier entsprechend zu agieren!“ Die SPD-Ausschussmitglieder Haakon Herbst und Dominik Pretz beantragten schriftlich bei der Ausschreibung auf die Nutzung von umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen hinzuwirken. Das nahm die Verwaltung gerne auf und ergänzte diesen Punkt um den Aspekt, dass mindestens 33 Prozent des während eines Kalenderjahres gelieferten Stroms aus Neuanlagen stammen müssen. Der Ausschuss stimmte dem in der Vorberatung einstimmig zu. Die Ausschreibung der Stromlieferung erfolgt auf Grundlage eines Dauerauftrags jeweils für eine feste Vertragslaufzeit von drei Jahren. Die Stromlieferung wird im nicht offenen Verfahren (§ 14 Abs. 1 VgV) nach den Vorgaben der Vergabeverordnung europaweit ausgeschrieben. Der Stadt Bendorf entstehen voraussichtlich folgende Bruttokosten durch die Teilnahme an der Bündelausschreibung, die auch Leistungen zur Nachbetreuung während der Vertragslaufzeit beinhalten: 20,84 Euro pro Abnahmestelle (= Messstelle, z. B. Zähler). Die Stadt Bendorf verfügt derzeit über 137 Abnahmestellen (= 2.855,08 Euro). Davon entfallen 59 Abnahmestellen auf die Straßenbeleuchtung. Ebenso wurde bei der Neuausschreibung der Gaslieferungen an allen Abnahmestellen Erdgas mit einem Anteil von 10 Prozent Bioerdgas einstimmig in der Vorberatung festgehalten. Demnach konnte die Verwaltung in der Sitzungsvorlage auch hier dem Umweltaspekt Rechnung tragen.
Pressemitteilung
Bendorfer SPD-Ratsfraktion