Politik | 29.08.2023, 14:37 Uhr

Senioren-Union Wachtberg

Betrug an Älteren - nicht zum Opfer werden

Polizei Bonn gibt Tipps und Ratschläge

Hartmut Lenz zeigt in seiner Präsentation die unterschiedlichsten Methoden. Foto: privat
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Wachtberg/Villip.Über vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich im Hotel Görres/Villip auf Einladung der Senioren-Union Wachtberg zum Informationsnachmittag mit dem Titel „Die perfiden Methoden der Betrüger“ ein. Hartmut Lenz, ehrenamtlicher Senioren-Berater der Polizei Bonn und Senioren-Union Vorsitzender Dr. Dieter Braun waren einer Meinung, dass das Informations- und Beratungsangebot enorm wichtig sei, um über bekannte und immer neuere Varianten des Betrugs an älteren Menschen aufzuklären.

Aus Statistik und Erfahrung der Polizei fallen insbesondere Menschen im Alter zwischen 75 bis 85 den Kriminellen zum Opfer – ihre Reaktionsfähigkeit lässt nach, sie leben oft allein, sind hilfsbereit und verfügen oft über größere Vermögen, die sie unvorsichtigerweise teils auch zu Hause aufbewahren. Allein im Bonner Raum belief sich die erbeutete Schadenssumme im Zeitraum Januar-Juli 2023 auf ca. 1.200.000 Euro . Das sollte zu denken geben.

Hartmut Lenz mahnte eindringlich: unbekannten Personen keine persönlichen Daten, Bankverbindungen, Zugangsdaten zu Handy oder Computer zu geben. WhatsApp/SMS- Nachrichten wie „dass das alte Handy kaputt sei und die neue angegebene Telefonnummer gespeichert müsse, ggf. mit der Bitte auch eine Überweisung zu tätigen“- werden tausendfach verschickt. Sie sollten hinterfragt, bestenfalls ignoriert und gelöscht werden. Ein Polizist spricht ältere Personen an oder klingelt an der Tür. Wie kann man dann einen echten von einem gefälschten Polizei-Dienstausweis unterscheiden? – der Seniorenberater zeigte anhand einer Präsentation den Unterschied. Personen, die nicht angekündigte Dienstleistungen durchführen wollen (wie Wasser-/Stromablesen, neue Heizung sei erforderlich usw.) sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Ein Filmbeitrag zeichnete auf eindringliche Weise den psychischen Ausnahmezustand eines Vaters nach, dessen „Tochter“ in Geldnöten sei und eine Geldübergabe ganz schnell gehen müsse. Mit einem Hörspiel präsentierte Hartmut Lenz den Ablauf eines sog. Schockanrufs. Knapp 55.000 Eurp solle gezahlt werden, damit die vermeintliche Tochter als Verursacherin eines schweren Verkehrsunfalls auf Kaution frei käme. Die Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal waren sichtlich ergriffen von den Einspielungen, die auf Schilderungen der Opfer beruhten. Die fast zweistündige eindringliche verbale und bildliche Präsentation durch Hartmut Lenz verlief wie im Flug und brachte so manchen Besucher ins Grübeln, der vorher vielleicht dachte „ich bin gut gewappnet, das passiert mir sowieso nie...“.

Pressemitteilung der

Senioren-Union Wachtberg

Hartmut Lenz zeigt in seiner Präsentation die unterschiedlichsten Methoden. Foto: privat

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