Lärmschutzwand A61 Miel verzögert sich, Baubeginn erst 2016
BfS erreicht Bürgerbeteiligung
Miel. Auf Antrag der BfS, wurde in den Planungs- und Verkehrsausschuss der zuständige Sachbearbeiter der Regionalniederlassung Euskirchen Straßen NRW, Herr Egenter eingeladen, um über den Vorentwurf der dringend erwarteten Lärmschutzsanierung in Miel zu berichten.
Mit großer Verwunderung musste zur Kenntnis genommen werden, dass die für 2015 sehnlichst erwartete Baumaßnahme sich jetzt um ein weiteres Jahr bis auf 2016 verzögern soll. „Es ist nicht zu verstehen, warum den wartenden Mielern immer wieder neue Termine für den Baubeginn versprochen werden und mit fast stereotypen Verweisen auf die maroden Rheinbrücken, regelmäßig hingehalten werden“ mahnt Ratsmitglied und BfS Fraktionsvorsitzender Joachim Güttes.
Laut dem Sachbearbeiter ergaben die Berechnungen eine zu erwartende Lärmminderung durch die Lärmschutzwand von 3-5 dB, die ausreichen sollen, um die wahrgenommene Umgebungslärmbelastung durch die Autobahn annähernd zu halbieren. „Die Vorstellung der Lärmaktionsplanung Stufe 2 in der vergangenen Woche hat in Miel für viele Haushalte die stärkste und gesundheitsschädlichste Lärmbelastung in Swisttal aufgezeigt.
Bedauerlicherweise hat sich kaum jemand dafür interessiert!“ meint Peter Langes, Verkehrsexperte und Sachkundiger Bürger der BfS. In dem Verlauf der Vorstellung durch den Sachbearbeiter warfen bisher unbekannte Details neue Fragen auf. So sollen auf den Brücken über der Bonner Straße und dem Heidgesweg, durchsichtige Glaselemente verbaut werden und ein Lückenschluss zwischen dem Golfplatzwall und der neuen Lärmschutzwand ist nicht vorgesehen. Zu Form und Farbe konnten ebenfalls noch keine verbindlichen Angaben gemacht werden.
„Die transparenten Glasbauelemente könnten tagsüber störende optische Unruhe oder fliehende Schatten erzeugen – nachts könnten die vorbeiziehenden Lichtkegel einen Discoeffekt verursachen“, befürchtet Güttes und meint, dass die Mieler Bürger zu fragen sind, ob sie geplante oder lieber eine blickdichte Ausführung bekommen möchten. Die Frage, ob der Lückenschluss am Ende der Lärmschutzwand in Richtung Niederdrees eine weitere Verbesserung zur Folge hätte, wurde eindeutig bejaht und es wurde Hilfestellung bei der Berechnung und Planung des durch die Gemeinde Swisttal zu erstellenden Bauwerkes zugesagt. „Die Gemeinde steht hier in der Pflicht, alle Möglichkeiten zur Verminderung des gesundheitsschädlichen Lärms auszuschöpfen. Das gilt für das Südende aber vor allem auch für den Bereich des neu geplanten Autobahnvollanschlusses mit der projektierten Umgehungsstraße“ fordert Peter Langes.
Der Planungs- und Verkehrsausschuss stimmte den beiden folgenden Anträgen der BfS einstimmig zu. Erstens die Verwaltung soll die Möglichkeiten für den Lückenschluss zwischen Golfplatzwall und Lärmschutzwandende bis zu einer der nächsten Sitzungen erarbeiten und vorlegen. Zweitens wird der Bürgermeister beauftragt, Sachbearbeiter der Regionalniederlassung Straßen NRW einzuladen, einen Bürgerinformations- und Beteiligungsabend für die Mieler Bürger zu organisieren.
Pressemitteilung
Bürger für Swisttal
