Politik | 21.09.2021

Antrag der FWG Landkreis Ahrweiler e.V. beschlossen:

Bildung einer Energie Projektgruppe in Verbindung mit einer Modellregion „Ahr“

Kreis Ahrweiler. Der Antrag der FWG zur Installation einer Projektgruppe „Energiebewusstes Bauen und Nutzung regenerativer Energien im Ahrtal „ wurde mit einer Gegenstimme (Grüne) im KuA beschlossen. Über die Kreisverwaltung soll jetzt die Energieagentur RLP den Kontakt zu den fachlich zuständigen Ministerien bei Land und Bund herstellen und die Finanzierung dieser Projektgruppe sichern. Durch den kompletten Wiederaufbau an der Ahr sieht die FWG die große Chance, in dem betroffenen Bereich, alles, was mit regenerativer Energie zu tun hat, in Richtung 100 % zu bringen. Angestrebt wird eine komplette Energieversorgung (Strom, Wärme, Verkehr, Industrie) mit 100% Erneuerbaren Energien, eine Land- und Forstwirtschaft, die keine Emissionen mehr befördert, ergänzt durch eine emissions- und abfallfreie Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet, dass Heizungen nicht mehr auf Basis von Erdöl und Erdgas betrieben werden. Nahwärmenetze, Solaranlagen mit Speichermöglichkeiten, Stromversorgung mit Ökostrom und neue Antriebe bei der Verkehrsinfrastruktur sind das Ziel. Wir brauchen eine Energiebedarfsermittlung und eine kommunale Wärmeplanung mit einer Wärmepotentialanalyse. Dazu bedarf es einer Projektgruppe mit Fachkräften, aufbauend auf EnAHRgie mit dem ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog und den vorliegenden Steckbriefen der Kommunen, unter Mitwirkung der Energieagentur RLP. Genauso wichtig ist die Vor-Ort Beratung, der Kontakt zu den Kommunen und den Verwaltungen sowie zu der Stabstelle beim Kreis. Integriert werden sollten die einheimischen Ingenieurbüros, entsprechend ihrer fachlichen Qualitäten. Ein weiterer Mosaikstein wäre die Gründung einer Wiederaufbaugesellschaft mit dem Kreis, sowie den Städten und VG`s, finanziert durch das Land. Die Projektgruppe sollte durch technische Beratung und wissenschaftliche Begleitung unterstützt werden. Dazu gibt es bereits ein erstes Impulskonzept für den Wiederaufbau „Aus Ahrtal wird SolAHRtal“. Der Wiederaufbau im Ahrtal als Modellregion soll an dem Zielbild der Versorgung mit 100% Erneuerbaren Energien ausgerichtet sein. Das gilt dann nicht nur für das Ahrtal, sondern für den ganzen Kreis und auch für weitere betroffene Gebiete in Deutschland. Im Sinne der betroffenen Hausbesitzer, die ja schnellstmöglichst ihre Häuser neu aufbauen oder sanieren wollen, sieht die FWG die Umsetzung zur Bildung einer Projektgruppe als dringlich an.

Es ist mittlerweile allen Fachleuten klar, dass die Umsetzung auf 100% Erneuerbare Energien im Kreis nur mit Windkraft und PV-Freiflächenanlagen möglich ist. Auch in dieser Richtung sollte die Projektgruppe tätig werden.

Pressemitteilung

FWG Landkreis Ahrweiler e.V.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0009#
seniorengerechter Badausbau
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Stellenanzeige 2026/061 Sachbearbeiter/in (w/m/d) im Bereich ÖPNV
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
873

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
schmusen mit Pflegemama
1496

Mayen. Sultan kam bereits im Februar 2026 in unser Tierheim, nachdem er in Mendig umherstreunte und sich niemand für den stattlichen weißen Kater verantwortlich fühlte. Damals war Sultan unkastriert, nicht gekennzeichnet und hatte eine schlimme Augenentzündung, die auf seine nicht behandelten Rolllider zurückzuführen war.

Von Tierschutzverein Mayen U.U. e.V. Frau Sybill Limba aus Mayen

Weiterlesen

Die Ahr in Bad Neuenahr am Morgen nach der Flut.  Foto: ROB
814

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem in der Ahrflut 135 Menschen im Alter von 4 Monaten bis 97 Jahren ums Leben kamen. Über 700 Personen wurden verletzt. Gar nicht zu reden von den Schicksalen und Tragödien, die bis heute auf die Ahrflut zurückzuführen sind (z. B. Suizide, über die keiner berichtet).

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
1367

Auch an weiteren Stellen wird intensiv an der Infrastruktur gearbeitet

07.07.: Wiederaufbau in Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird für ein Jahr gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen der St.-Pius-Straße und der Eifelstraße im Stadtteil Bachem vollständig für den Verkehr gesperrt. Dort werden derzeit die Anschlussarbeiten der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gleichzeitig wird der Kreuzungsbereich umgestaltet, um die künftige Verkehrsführung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiterlesen