Bürgerinitiative informiert über die aktuelle Diskussion
Bleibt Rheinbach die einzige stolpersteinfreie Stadt im Kreis?
Rheinbach. Mit einer neuen Aufklärungsaktion will die Bürgerinitiative „Rheinbacher Bürger und Bürgerinnen für Stolpersteine“ Antwort auf die Frage geben, warum gerade in Rheinbach nach wie vor keine Stolpersteine verlegt werden dürfen. Geht es doch um 34 Steine vor Häusern der Rheinbacher Innenstadt und in Wormersdorf, aus denen jüdische Mitbürger im Februar 1942 herausgeholt und deportiert wurden. Vor einem Jahr wurde der Antrag der Bürgerinitiative mit 18 zu 18 Stimmen von CDU und FDP im Stadtrat verhindert.
Am Samstag, 26. April wird die Initiative mit einem Stand an der Ecke Weiher-/Hauptstraße zwischen 9.30 und 13 Uhr ihre Position darstellen und über den Stand der aktuellen Diskussion informieren. Präsentiert werden Bilder der Steine mit den eingestanzten Namen der verfolgten Opfer. Ein vergrößerter Stadtplan zeigt die Lage der zehn Häuser, um die es sich in der Innenstadt handelt.
Die Initiative betont, dass die Finanzierung der Steine durch Spenden gesichert ist. Gleichwohl kann jeder, der sich engagieren will, eine symbolische Partnerschaft für einen der Steine übernehmen. Das Thema „Stolpersteine“ rührt zentral an die Frage, wie Rheinbach künftig mit seiner NS-Geschichte und dem Vorkriegsgeschehen umgehen will. Von daher hält es die Initiative weiterhin für unverzichtbar, dass alle 34 Steine an ihrem konkreten Platz vor Ort verlegt werden müssen.
Pressemitteilung
Bürgerinitiative „Rheinbacher
Bürgerinnen und Bürger für
Stolpersteine“
