Politik | 02.05.2019

Großdemo vor der Europa- und Kommunalwahl in Koblenz

Breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert: „Zukunft! Für Klima, Demokratie, soziale Gerechtigkeit!

Bündnis ruft zur Teilnahme an der Demo am 18. Mai auf - die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) OV Engers-Mülhofen im Diözesanverband Trier gehört zu den Unterzeichnern

Koblenz. Acht Tage vor der Wahl gehen zahlreiche ökologische, demokratische und soziale Gruppierungen in Koblenz auf die Straße. Am 18. Mai wird es ab 14 Uhr eine gemeinsame Großdemo in der Innenstadt geben. Mit dabei sind neben jungen Menschen von „Fridays for future“ u.a. der BUND, der DGB und einige seiner Mitgliedsgewerkschaften, Greenpeace, Naturfreunde, Pulse of Europe, das Bündnis Klimaschutz Mittelrhein und kirchliche Gruppen. Zusammen fordern sie deutlich mehr Anstrengungen für den Klimaschutz und eine Stärkung einer nachhaltigen und zugleich sozial gerechten Politik. „Rassistische, nationalistische und autoritäre Kräfte dürfen bei uns und in Europa nicht weiter vordringen, damit Demokratie und Frieden keinen Schaden nehmen. Gehen Sie darum unbedingt am 26. Mai zur Wahl und sichern Sie die Zukunft kommender Generationen“, appelliert Versammlungsleiter Egbert Bialk an die Wählerinnen und Wähler. Julika Sandrieser, aktiv bei Schülerdemos und mehreren Umweltverbänden, verlangt einen konsequenten Vorrang des Klimaschutzes bei allen politischen Entscheidungen; denn: „Ihr klaut gerade meine Zukunft, und damit werde ich mich nicht abfinden. Ich werde mich so lange beschweren, bis endlich Maßnahmen getroffen werden.“

Dr. Thomas Bernhard vom BUND Koblenz ergänzt: „Um die schlimmste Erderhitzung zu verhindern, muss der CO²-Ausstoß bis 2029 halbiert sein - da bleibt keine Zeit mehr für halbherzige, lobbykonforme Politik. Wir brauchen lokal, deutschland- und EU-weit entschiedenes und schnelles Handeln und klare Klimagesetze.“ David Schüler von Greenpeace begrüßt die beispielhaften, lauten Klima-Aktivitäten der Jugend: „Wir Erwachsene sollten uns daran ein Beispiel nehmen, für uns und die Zukunft unserer Kinder“. „Dass bei ungebremster Klimakrise auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen Schaden nehmen“, betont Oliver Hartmann von den Naturfreunden Kettig.

„Diese ökologische Wende muss verbunden sein mit guten Arbeitsbedingungen und sozialer Gerechtigkeit“, fordert der Gewerkschaftsbund. Sebastian Hebeisen vom DGB Region Koblenz: „Auf einer verwüsteten Erde gibt es auch keine gute Arbeit mehr“. Klimagerechtigkeit und globale Gerechtigkeit seien zwei Seiten einer Medaille, davon ist auch Helmut Gelhardt von der Kath. Arbeitnehmerbewegung KAB Mülhofen-Engers überzeugt. Politik müsse nicht den Konzerninteressen dienen, sondern Raum für die partnerschaftliche Mitgestaltung schaffen. Arne Houben von Pulse of Europe Koblenz sorgt sich um eine friedliche und demokratische Zukunft in Europa und fordert eine Weiterentwicklung: „Wir brauchen eine starke europäische Zivilgesellschaft, die solidarisch und übernational Europa voranbringt!“ Das alles gehe nur mit einer starken ökosozialen Bewegung von unten, für und mit der Jugend, so sind sich alle Verbände einig: „Das Haus brennt, sagt die mutige Greta Thunberg aus Schweden. Die Veränderung wird darum kommen - aber nicht von allein und nicht aus Wohlwollen, sondern weil auch wir sie in die Hand nehmen müssen. Act now!“, heißt es abschließend in dem Aufruf zur Demo, der schon von rd. 20 Gruppen und zahlreichen Einzelpersonen unterzeichnet wurde.

Die Großdemo steht in Zusammenhang mit zahlreichen weiteren Demonstrationen am 18. und 19. Mai deutschlandweit. In Koblenz führt sie samstags um 14 Uhr vom Hauptbahnhof über Zentral- und Münzplatz und Moselufer/Castorkirche zum Reichensperger Platz. Ein Musik- und Kulturprogramm wird an den verschiedenen Stationen vorbereitet. Weitere Gruppierungen und Personen sind zum Mitmachen und Unterzeichnen des Aufrufs eingeladen. Pressemitteilung

KAB Mülhofen-Engers

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Kommentare
07.05.201918:40 Uhr
Helmut Gelhardt

Herr Klasen, Ihr Zitat von Abraham Lincoln zu diesem Sachverhalt
ist so treffend wie die Aussage: Nachts ist es kälter aus draußen.
Sie haben weiter keine Sachargumente!

07.05.201913:09 Uhr
Uwe Klasen

Zitat: "Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen." (Abraham Lincoln 1809 - 1865)

07.05.201912:48 Uhr
j

Egal ob Thunberg oder Sandrieser - Euer Aufschrei kommt zu spät. Ihr macht es Euch zu einfach, erst mit Euren 16, 17 Jahren zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Mensch, und dazu gehört Ihr doch auch, es fast geschafft hat, unsere Erde zu zerstören. Der drastische Verlust von Ökosystemen und Arten findet nicht erst in den letzten Jahren statt und ist auch nicht erst seit gestern Tagesthema. WAS habt IHR in Eurem bisherigen Leben, ausser zu leben, überhaupt von Leben (nicht Eurem) um Euch herum mitbekommen?
Ich finde dieses plötzliche Aufbegehren und diese förmliche Öffenlichkeitssuche einfach nur noch beschämend und auch nicht ehrlich sich selbst gegenüber.Wer nicht schon früher in der Lage war, sein Denken u.seine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten,der sollte es auch jetzt lassen u.nicht einfach wichtigtuerisch mit der Masse marschieren.

05.05.201916:40 Uhr
Helmut Gelhardt

Herr Klasen, schauen Sie einfach mal in die Presse - z.B. Rhein-Zeitung vom Samstag, 04.05.2019, "Tages-Thema", Seite 6, Artikel: "Ursache Mensch Warum Rechtspopulisten den Klimawandel leugnen, er aber wissenschaftlich belegt ist".
Ausgeführt werden in diesem aufschlussreichen Artikel die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Weltklimarats IPCC, des
zuständigen Fachgremiums der Vereinten Nationen. Der IPCC
bekräftigte im Oktober 2018: "Menschliche Aktivitäten haben Schätzungen zufolge einen Temperaturanstieg von rund 1 Grad im Vergleich zu vorindustrieller Zeit verursacht." Hauptaufgabe des IPCC ist es, den weltweiten Forschungsstand zum Klimawandel zusammenzutragen und wissenschaftlich zu bewerten. Dazu beruft der IPCC tausende
Wissenschaftler aus aller Welt. Herr Klasen, unzweifelhaft abwertend gemeinte Etikettierungen wie "sozialistischen Wunschträumen!"/ "Abbild des sozialistischen Schreckens" sind keine Sachargumente, sondern zeugen eindeutig von krasser Armut an Sachargumenten.

03.05.201909:19 Uhr
Uwe Klasen

Die Aussagen in diesem Text sind eine Ansammlung von (bestenfalls) Halbwahrheiten, pseudowissenschaftlichen Aussagen, welche vor allem anderen durch die, sogenannten "Mainstream"-Medien verbreitet werden (!), und sozialistischen Wunschträumen! Die Enteignungsphantasien mancher Politdarsteller dieser Tage sind nur ein erstes Abbild des sozialistischen Schreckens der darauf folgen wird! Wehret den Anfängen!

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