Politik | 13.05.2017

Vorstand des SPD-Kreisverbands Neuwied tagte

Bürger im Landkreis leben vergleichsweise sicher

Kriminaldirektor Gregor Gerhardt referierte - Kandidaten sagten der Polizei weiterhin Unterstützung zu

Bundestagskandidat Martin Diedenhofen (l.), Kreisvorsitzender Fredi Winter (r.) bedankten sich bei Kriminaldirektor Gregor Gerhardt für seinen interessanten Vortrag.  privat

Kreis Neuwied. In der jüngsten Sitzung des Kreisvorstands der SPD hatte man sich ein besonderes Thema auf die Tagesordnung gesetzt: „Die innere Sicherheit in unserer Region.“

Fredi Winter konnte als SPD-Kreisvorsitzender neben Martin Diedenhofen, dem SPD-Wahlkreiskandidaten für die Bundestagswahl, und Michael Mahlert, dem SPD-Kandidaten für die Landratswahl, als Gast und Referenten den Leiter der Polizeidirektion Neuwied, Kriminaldirektor Gregor Gerhardt, begrüßen.

Für den Bereich des Kreises Neuwied mit den vier Polizeiinspektionen berichtete Gregor Gerhardt anhand von Zahlen und Entwicklungen, dass die Menschen in der Region relativ sicher leben, denn im Vergleich zum Land oder Bund ist die Wahrscheinlichkeit, im Kreis Neuwied Opfer einer Straftat zu werden deutlich geringer: Gerechnet auf 100.000 Einwohner werden statistisch gesehen im Kreis 6.000 Einwohner Opfer einer Straftat, in Rheinland-Pfalz sind es schon 6.700 und im Bundesvergleich sogar 7.700.

Zahl der Einbrücke gesunken

Hauptaugenmerk der Arbeit lag auf den Wohnungseinbrüchen, denn aufgrund der Lage zur Bundesautobahn 3 können Täter schnell vom Tatort verschwinden. Hier ist auch ein deutlicher Anstieg von insgesamt 460 Delikten festzustellen, immerhin 82 mehr als zuvor. Allerdings blieb es durch die erhöhte Wachsamkeit und bessere Sicherung der Hausgrundstücke in 44 Prozent der Fälle lediglich bei dem erfolglosen Versuch. Auch liegt die Aufklärungsrate mit 20 Prozent deutlich über den Bundesdurchschnitt von 14 bis 15 Prozent in diesem Bereich. Verstärkte polizeiliche Aktionen führten im Vergleich zum ersten Quartal 2016 mit 119 Einbrüchen zu einem Rückgang auf 52 Einbrüche im ersten Quartal 2017.

Neben den Wohnungseinbrüchen wurden die Beamten der PD Neuwied zu Einsätzen bei sogenannten „Rohheitsdelikten“ (Körperverletzung etc.), Drogendelikten, Sexualdelikten gerufen. Auch hier liegen die Zahlen des Kreisgebiets unter dem Schnitt, was auf die ländliche Struktur zurückzuführen ist.

Von den 5.200 Tatverdächtigen der 11.000 Straftaten waren etwa 1.200 Nichtdeutsche (Migranten, EU-Ausländer und Flüchtlinge). Während die EU-Ausländer eher im Bereich der Wohnungseinbrüche und Bandenkriminalität zu finden sind, sind die Straftaten bei den Flüchtlingen zumeist untereinander in den Aufnahmeeinrichtungen zu verzeichnen.

Einstellungen auf Rekordhöhe

Die vielen Einsätze, auch überregionale wie Personalgestellung zu Fußballspielen, G20-Gipfel, Terrorabwehr und viele andere mehr, führen zu einer erhöhten Be- und Auslastung der Polizei. Die Landesregierung hat neben einer verbesserten persönlichen Ausstattung dafür gesorgt, dass landesweit die Einstellungszahlen bei der Polizei auf Rekordhöhe liegen. Dies soll die zu erwartenden Abgänge durch Pensionierungen und die erhöhte Belastung gleichermaßen kompensieren.

Die Zuhörer zeigten sich beeindruckt vom Bericht des Kriminaldirektors und nutzen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Michael Mahlert bestätigte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und berichtete, dass er selbst die Gelegenheit genutzt hatte, sich bei Einsätzen der Polizei einen Überblick über deren Arbeit zu verschaffen. Er erklärte: „Ich werde nach diesen persönlichen Erfahrungen und den Gesprächen, zum Beispiel auch mit der Gewerkschaft der Polizei, in den nächsten Wochen ein Gespräch auf Ebene des zuständigen Staatssekretärs führen, um hier konkrete weitere Verbesserungen für die Situation der Polizeikräfte vor Ort anzustoßen.“ Auch für Martin Diedenhofen ist das Thema von besonderer Bedeutung, denn neben einer guten sozialen Sicherheit ist die Sicherheit im Alltag ein Gut, dass es zu schützen und zu bewahren gilt. Diedenhofen sagte abschließend: „Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Respektlosigkeit, der verbalen und gewalttätigen Attacken gegenüber Einsatzkräften ist es mir ein Anliegen, Respekt und Wertschätzung gegenüber den Polizistinnen und Polizisten zum Ausdruck zu bringen. Das muss auch bedeuten, weiterhin mehr Polizisten einzustellen, um die Personalsituation zu entspannen.“

Am Ende des Vortrags wurde Kriminaldirektor Gregor Gerhardt mit einem kleinen Präsent verabschiedet, und sowohl Vorsitzender Fredi Winter als auch die beiden Kandidaten Martin Diedenhofen und Michael Mahlert waren und sind überzeugt, dass die Bürger aufgrund der hervorragenden Arbeit der Polizistinnen und Polizisten im Kreis Neuwied sicher leben. Pressemitteilung des

SPD-Kreisverbands Neuwied

Bundestagskandidat Martin Diedenhofen (l.), Kreisvorsitzender Fredi Winter (r.) bedankten sich bei Kriminaldirektor Gregor Gerhardt für seinen interessanten Vortrag. Foto: privat

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