Politik | 09.12.2015

SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg

CDU und Grüne lehnen Prüfantrag zur Einführung der Gesundheitskarte ab

SPD: Schwarz-Grün blockiert Entlastung von Stadtverwaltungen und Flüchtlingshelfern

Rhein-Sieg-Kreis. „Es müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Kommunen und Flüchtlingshelfer zu entlasten. Vor diesen Hintergrund ist die Blockade-Politik von Schwarz-Grün beschämend“, erklären der SPD-Fraktionsvorsitzende Dietmar Tendler und SPD-Fraktionsgeschäftsführer Folke große Deters. „Die Mehrheit aus CDU und Grünen wollte im Gesundheitsausschuss noch nicht einmal prüfen, inwieweit kreisangehörigen Kommunen die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte ermöglicht werden kann. „Viele Kommunen wagen derzeit nicht, die Gesundheitskarte einzuführen, weil der Kreis für diesen Fall keine Unterstützung mehr bei der solidarischen Verteilung der Kosten mehr leisten will. „Damit wird die Einführung praktisch unmöglich gemacht“, so Tendler und große Deters weiter. „Wer die Einführung einer Gesundheitskarte noch nicht einmal prüfen will, der hat offenbar ideologische Vorbehalte. Es ist bedauerlich, dass die Grünen dieser CDU-Linie folgen und damit die Arbeit ihrer eigenen grünen Landesministerin Steffens hintertreiben, die erfolgreich mit den Krankenkassen über die Einführung der Gesundheitskarte verhandelt hat“, ergänzt Ömer Kirli, Vorsitzender der AG Migration und Vielfalt in der SPD Rhein-Sieg und sachkundiger Bürger in der Kreistagsfraktion.

Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte bekämen die Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Gesundheitskarte, die Arztbesuche ermöglicht, ohne vorher einen Berechtigungsschein im örtlichen Rathaus abzuholen. Die Gesundheitskosten werden wie bei allen anderen Bürgern über die Krankenkassen abgerechnet, ohne dass dadurch der Leistungsumfang für die Flüchtlinge erhöht würde.

„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen sind in erheblichem Umfang mit der Ausstellung der Berechtigungsscheine beschäftigt. Sie müssen ohne medizinische Fachkunde über medizinische Behandlungen entscheiden. Ehrlicherweise muss man sagen, dass eine angemessene Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen ohne die Unterstützung vieler Ehrenamtler gar nicht möglich wäre. Wir wollen Verwaltungen und Flüchtlingshelfer von Bürokratie entlasten, damit sie sich der Integration der Flüchtlinge widmen können“, so große Deters weiter. „Die Erfahrung aus Bremen und Hamburg lehrt, dass Kommunen in erheblichem Umfang Geld sparen, wenn sie die Gesundheitskarte einführen und die Krankenkassen mit ins Boot holen. Ömer Kirli betont den humanitären Aspekt. „Mit Gesundheitskarte können Flüchtlinge auch den ärztlichen Notdienst am Wochenende in Anspruch nehmen. Heute müssten sie warten, bis das örtliche Sozialamt geöffnet hat“, so Kirli abschließend.

Pressemitteilung der

SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Image Anzeige
Stellenanzeige Elektroniker für Betriebstechnik
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Kooperation
Sprudelndes Sinzig
Titel
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
14

Neue Weinmajestäten für 2026/2027 vorgestellt

Victoria Charlotte Zimmermann wird Altenahrer Weinkönigin

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen

An der Nister
11

Ökologische Wiederbewaldung – Mit der Natur zusammenarbeiten

Naturschutzinitiative e.V. (NI) lädt zur Exkursion ein

Marienstatt. Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) lädt am Samstag, den 13.06.2026 von 14.00 bis ca. 18.00 Uhr zu einer spannenden Exkursion unter der Leitung von Andreas Schäfer nach Marienstatt ein. Störereignisse, verursacht durch Feuer, Sturm, Dürre, Insekten sind nichts Neues. Sie kommen sowohl im Urwald, als auch in bewirtschafteten Wäldern vor.

Weiterlesen

Auch Ehrengäste kamen zum Gratulieren vorbei.  Foto:Stadtverwaltung / Wolfgang Horrmann
1314

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Beisein der Pflegekräfte des Seniorenheim St. Maria-Josef gratulierten die Beigeordneten der Stadtverwaltung, Wolfgang Horrmann (l.), und des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (r.), der Jubilarin Annedore Hildebrandt zum 100. Geburtstag und überbrachten ihr die besten Wünsche. Ihre Freude darüber war sehr groß, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis sie mit einem Präsentkorb sowie einer Orchidee überraschten.

Weiterlesen