Politik | 14.06.2017

Jusos Rhein-Sieg kritisieren Studiengebühren-Pläne

„Campus-Maut“ trifft Hochschullandschaft

CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen planen Studiengebühren für ausländische Studierende zu erheben

Bonn/Rhein-Sieg. Mit scharfer Kritik reagieren die Jusos Rhein-Sieg auf die Pläne von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen, Studiengebühren von 1.500 Euro pro Semester für ausländische Studierende zu erheben, die nicht aus einem EU-Staat kommen. Das trifft gerade auch die Hochschulregion Bonn/Rhein-Sieg. Die Hochschule Bonn/Rhein-Sieg weist einen überdurchschnittlichen Anteil von 17 Prozent an ausländischen Studierenden aus, die Universität in Bonn rund 13 Prozent. „Studiengebühren nur für ausländische Studierende sind die Übertragung des Prinzips der Pkw-Maut auf die Bildungspolitik durch CDU und FDP. Wissenschaft und wissenschaftliche Ausbildung leben vom Austausch über Ländergrenzen hinweg. Auslandssemester in NRW können sich nach den schwarz-gelben Plänen bald nur noch Studierende aus reichem Elternhaus leisten. Das ist ungerecht. Wenn das die Freiheit ist, von der die FDP gerne redet, dann ist es die Freiheit für Leute mit dem nötigen Kleingeld“, erklärt der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm. Juso-Kreisgeschäftsführerin Hanna Nora Meyer ergänzt: „Wir sollten froh sein über hochqualifizierte junge Leute, die zum Studium nach NRW kommen, egal ob sie später bleiben oder erworbenes Wissen in ihre Heimatländer tragen. Das ist eine gewinnbringende Form der Globalisierung. Eine unsoziale Bildungsmaut für diejenigen, die sich nicht per Stimmabgabe dagegen wehren können, brauchen wir nicht.“ Pressemitteilung

Kreisverband

Jusos Rhein-Sieg

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