Freie Wähler nehmen Club gegen Angriffe der AfD in Schutz
Circus Maximus ist Treffpunkt vieler Organisationen und der Kultur
Koblenz. Seit vielen Jahren ist der „Circus Maximus“ ein Ort für vielfältigste Kulturprojekte. Zuletzt attackierte die AfD-Ratsfraktion die privaten Kulturkatakomben im Herzen von Koblenz und verorten dort einen Hort des Linksextremismus.
„Einmal mehr beweist die AfD, dass sie von der Koblenzer Kultur keinen blassen Schimmer hat“, kritisiert der Sprecher für Kultur und Tourismus der Fraktion Freie Wähler, Christian Altmaier. „Wenn die AfD fordert, Fördergelder zu streichen, irrlichtert sie durch den städtischen Haushalt. Gezielte Einzelveranstaltungen sind gefördert worden, eine institutionelle Förderung gibt es nicht. Im Gegenteil finanziert der Circus sich durch jahrelanges Privatengagement von Ralf Prestenbach.“ Diesem müsse eher gedankt werden, dass er es schafft, sein alternatives Kulturangebot aufrecht zu erhalten und er vielen Organisationen und Vereinen auch Raum für Treffen gebe. „Denn innerstädtisch ist es nicht so leicht sich mit einem Vorstand zu treffen, ohne gleich hohe Mieten zahlen zu müssen.“
Daher unterstützt Ratsmitglied Christian Altmaier auch die Solidaritätsaktion des Circus Maximus, in dem er zum Kauf von Losen aufruft, die den Erhalt des Kulturclubs möglich machen sollen. Attraktive Preise prominenter Koblenzer werden verlost, der Erlös soll den Circus Maximus durch die Corona-Krise retten.
Für Altmaier ist die Presseaussendung der AfD ein Beleg dafür, dass diese weder das Programm noch den Betreiber wirklich kenne. „Seit Jahrzehnten bin ich mit Ralf Prestenbach gut befreundet, ich schätze seine Verortung auf dem Boden des Grundgesetztes, als Bewahrer der Demokratie und als Hüter der freien Meinung“, so Altmaier. „Letztere ist der AfD, deren Landtagsabgeordneter Joachim Paul auch selbsterklärter Fan-Boy von Ungarns Neo-Diktator Viktor Orbán ist, schon immer ein Dorn im Auge.“
Wenn die AfD Kritik am Circus übe, so schieße sie mit Kanonen auf Spatzen. „Man muss nicht alles im Kulturprogramm dort mögen, aber dem Inhaber und Kulturmacher, sowie dem Förderverein Linksextremismus vorzuwerfen ist absurd.“ Richtig sei es, dass linksextreme Umtriebe in Koblenz von Polizei und Ordnungsamt stärker geahndet werden müssten und Strukturen aufzudecken seien. Dies gelte aber auch für Rechtsextreme. „Aber niemand fordert dazu auf, bei der AfD-Fraktion genauer hinzusehen“, schließt Altmaier in seiner Stellungnahme.
Pressemitteilung
Freie Wähler Koblenz
