Politik | 09.01.2020

Rüddel: „Bahnlärm-Halbierung - Machbarkeitsstudie Alternativtrasse in Arbeit“

„Das Jahr wird einen Durchbruch bringen!“

Berlin / Kreis Neuwied. „Noch vor Ablauf des neuen Jahres müssen alle schienengebundenen Güterwagen entweder auf ‚leise Sohlen‘ umgerüstet sein oder so langsam durch Deutschland fahren, dass sie nicht lauter sind als die umgerüsteten Waggons“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Dies sei ein großer Erfolg für die überparteiliche Parlamentsgruppe ‚Bahnlärm‘ im deutschen Bundestag, deren Mitbegründer und Sprecher Rüddel ist.

„Und natürlich ist die Halbierung des Bahnlärms noch in diesem Jahr ebenfalls ein großer Erfolg für die Bürgerinitiativen im Rheinland“, fügte der heimische Abgeordnete hinzu. Die Güterwagen würden zudem durch 16 Messstellen flächendeckend kontrolliert: „So werden Verstöße gegen das Verbot alter und zu lauter Waggons künftig konsequent geahndet!“ Weiter sagte Rüddel: „Die Botschaft für 2020 lautet deshalb: Es geht deutlich voran!“ Dies gelte nicht zuletzt auch für die glaubwürdige Aussicht auf eine komplett unterirdisch verlaufende alternative Neubaustrecke zum Rheintal – also die Tunnel-Lösung Troisdorf/Mainz-Bischofsheim. Noch wenige Tage vor Weihnachten habe ihm der zuständige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, in einem persönlichen Gespräch versichert, dass das Ministerium diese Studie nun energisch voranbringen werde.

Ergänzende Maßnahmen sind erforderlich

Als erste Stufe läuft derzeit bereits die Abstimmung mit den betroffenen Bundesländern über denkbare Routen der Neubaustrecke. Im nächsten Schritt werden dann die konkreten Planungen zum Bau einer künftigen Bahntrasse beginnen. Da bis zur Fertigstellung der Alternativtrasse viel Zeit vergehen wird, müssen - darin waren sich Rüddel und Ferlemann einig - parallel weitere Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden, damit das Leben für die Menschen im Mittelrheintal erträglicher wird. Wichtig ist dem heimischen Bundestagsabgeordneten insbesondere die Gleichbehandlung des unteren Mittelrheintals mit dem Weltkulturerbe oberes Mittelrheintal. „Konkret bedeutet das: Ergänzende Maßnahmen des aktiven und passiven Lärmschutzes sind erforderlich - wie leisere Weichen, Schienenstegdämpfer, Lärmschutzwände sowie weitere, neue Technologien zur Lärmminderung am rollenden Material und am Gleis“, betonte Rüddel.

Bedeutendes Etappenziel wird erreicht

Mit der Halbierung des Bahnlärms bis zum Herbst dieses neuen Jahres werde ein bedeutendes Etappenziel erreicht. Ungeachtet aller bisherigen Teilerfolge bleibe der Bahnlärm aber ein ganz zentrales Thema für die Menschen entlang des Rheins. Denn Bahnlärm mache krank und beeinträchtige in hohem Maße die Lebensqualität der Anrainer, so Rüddel. „Ich setze deshalb mit Blick auf die tunnelgeführte Neubaustrecke Troisdorf/Mainz-Bischofsheim fest auf baldige Fortschritte. Die Menschen in unserer hochbelasteten Region müssen die Perspektive und die Hoffnung haben, dass sich für sie künftig etwas grundlegend ändern wird. Die Bahn wird bei der Mobilität der Zukunft nur dann eine herausragende Rolle spielen, wenn der Lärmschutz als zentrale Aufgabe verstanden wird. Nur eine leisere Bahn wird von den Menschen akzeptiert“, stellte Rüddel fest.

Und er gab das Versprechen: „Im Dialog mit der Bundesregierung, dem Bundestag, der Deutschen Bahn AG, den privaten Waggonbesitzern, der Wissenschaft und den Bürgerinitiativen, denen ich für ihren jahrelangen Einsatz ausdrücklich danken möchte, werde ich mich auch weiterhin mit voller Kraft für alle Maßnahmen stark machen, die signifikante Fortschritte beim Lärmschutz im Mittelrheintal bewirken.“

Pressemitteilung

Erwin Rüddel, MdB

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