Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises: Das kommunale Integrationszentrum (KI)
Das erste „komplette“ Jahr
Neue Projekte, Strukturen und Konzepte mit Zukunft geschaffen
Rhein-Sieg-Kreis. Das erste Jahr im Leben eines neuen Erdenbürgers ist von immenser Bedeutung. Der kleine Mensch lernt elementare Dinge über sich und die Welt und entwickelt sich so rasant wie in keinem anderen Lebensabschnitt. Auch das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises (KI) kann in seinem ersten „kompletten“ Jahr eine beachtliche Entwicklung vorweisen. Drei Lehrerinnen und Lehrer, zwei Sozialpädagoginnen und drei Verwaltungsangestellte bilden inzwischen mit insgesamt fünfeinhalb Stellen das multiprofessionelle Team. Anfang November 2014 war das KI an den Start gegangen. Schnell zeigte sich, dass die aktuelle Flüchtlingssituation und der damit verbundene Bedarf eine neue inhaltliche Schwerpunktsetzung erforderlich machten. Aktuelle Themen wie Sprachförderung, Integration in den Arbeitsmarkt und gesundheitliche Versorgung standen plötzlich im Vordergrund. Unter den Überschriften „Ehrenamt“, „Integration in den Arbeitsmarkt“, „Flucht und Trauma“ und „HIV mitdenken“ richtete das KI Fachveranstaltungen für haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Integrationsarbeit aus. Als Experte unterstützte und beriet es verschiedene Fachforen, entwickelte zahlreiche Informationsmaterialien und leitete als Multiplikator eine Vielzahl von Informationen an die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort weiter. Mehr als 300 Kooperationspartner zählen mittlerweile zum kreisweiten Netzwerk des KI, das im Frühjahr und Herbst sogar einen kleinen „Geldregen“ verteilen konnte: Insgesamt 54.500 Euro flossen über das KI an die kreisangehörigen Kommunen und Initiativen vor Ort. „Es war ein sehr ereignisreiches Jahr, in dem wir gemeinsam mit den vielfältigen Kooperationspartnern erfolgreiche Projekte und Strukturen miteinander verbunden und neue Konzepte entwickelt haben. Die ersten Schritte zu einer gut aufgestellten Integrationsarbeit im gesamten Rhein-Sieg-Kreis sind gegangen“, zieht Sozialdezernent Hermann Allroggen Bilanz. „Viele Kooperationspartner melden uns zurück, dass die Informationen und Unterstützungsleistungen des Kreis-KI hilfreich für die Arbeiten vor Ort sind“, freut sich Antje Dinstühler, Leiterin des KI, über die positive Resonanz. Und wie geht es 2016 weiter? Geplant sind unter anderem Interkulturelle Trainings und niederschwellige Sprachangebote. Darüber hinaus wird es wieder große Fachveranstaltungen im Rahmen der „Grenzenlos-Gesund“-Präventionsreihe, einen Newsletter und vieles mehr geben. Auch wenn Anfang Februar die kleinen und großen Tollitäten aus der Region im Kreishaus ihre Aufwartung machen, wird das Thema Integration mit dem Motto des diesjährigen Sessionsordens „KI – Karneval International“ im Fokus stehen.
Pressemitteilung
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