Politik | 24.01.2017

Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)

Demokratie braucht Bildung – Bildung braucht Demokratie

(v.l.n.r.: 1. Reihe: Renate Schmitt (Vorstand ASF), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Dr. Anna Köbberling, MdL (Vors.), Anke Schneider-Hüsch, (ASF-Landesvors.), Nina Nell (stv. Vors.), Getrud Block (stv. Vors.), Dr. Margit Theis-Scholz (Kulturdezernentin), 2. Reihe: Olivija Shterjova, Christina Hahn, Christine Holzing (Vorstand ASF). Foto: privat

Koblenz. Der Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist für Vertreterinnen zahlreicher Organisationen ein beliebter Treffpunkt zum Jahresanfang. So konnte die Vorsitzende, Landtagsabgeordnete Anna Köbberling, am Sonntag in der Rotunde des Bauern- und Winzerverbandes viele engagierte Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Pädagogik, von den Kirchen und von Verbänden und Initiativen aus dem sozialen Bereich begrüßen. Staatssekretär und OB-Kandidat David Langner gewann die Herzen der Anwesenden mit einem Bekenntnis zu Gleichstellung und Feminismus im Alltag. Hauptrednerin war die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig mit einem Vortrag unter dem Titel „Demokratie braucht Bildung - Bildung braucht Demokratie“. Unter dem Eindruck der Amtseinführung von Donald Trump und des Treffens von Rechtspopulisten in Koblenz (das mit der großen Demonstration „Koblenz bleibt bunt“ begleitet worden war) waren sich die Anwesenden einig, dass der wichtigste Weg zu Frieden, Freiheit und Demokratie eine gute Bildung ist. „In rheinland-pfälzischen Schulen wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Einordnung und Beurteilung von Fakten geübt“, stellte Hubig fest. Im Zusammenhang mit dem Schüren von Ängsten und der Sehnsucht nach der vermeintlich heilen Vergangenheit forderte sie dazu auf, die Auseinandersetzung mit Argumenten nicht zu scheuen und unsere freie Gesellschaft zu verteidigen.

Die ASF wird genau diese Diskussion über unsere Werte suchen, auch im Jahr 2017 aktiv für die Gleichstellung von Frauen in Beruf und Politik eintreten und sich aktiv in die anstehenden Wahlkämpfe einbringen, kündigte die Vorsitzende Anna Köbberling an.

Pressemitteilung der

Arbeitsgemeinschaft

Sozialdemkratischer Frauen (ASF)

(v.l.n.r.: 1. Reihe: Renate Schmitt (Vorstand ASF), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Dr. Anna Köbberling, MdL (Vors.), Anke Schneider-Hüsch, (ASF-Landesvors.), Nina Nell (stv. Vors.), Getrud Block (stv. Vors.), Dr. Margit Theis-Scholz (Kulturdezernentin), 2. Reihe: Olivija Shterjova, Christina Hahn, Christine Holzing (Vorstand ASF). Foto: privat

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Kommentare
26.01.201715:08 Uhr
Winfried Esser

Dass in der politischen Bildung das Trump-Bashing noch immer ein Mittel ist, sollte jedem zu Denken geben. Dieser Kommentar vom 21.1.17 tut es, wie ich finde sehr gelassen: "Man kann sich vor seiner (Trumps) Launenhaftigkeit und Großmäuligkeit ängstigen, man kann wahnwitzige Thesen belächeln und als unrealistisch abtun, man kann sich aufregen und gekränkt zurückziehen. Man kann aber auch den Hut ziehen, wie es das Modell Amerika möglich macht, dass ein Establishment-Schreck durch ein verhärmtes System marschiert, dem nichts Besseres einfiel, als Hillary Clinton aufzustellen. Trump ist Unternehmer und hat von daher die Neigung, den Staat wie eine Firma zu führen. Inwieweit ihm das tatsächlich gelingt, werden schon die nächsten Wochen zeigen", glaubt die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG.

24.01.201715:56 Uhr
juergen mueller

Teurer als Bildung ist auf Dauer nur eines:"keine Bildung". Wenn ich das richtig verstehe, dann wird Trump als auch Rechtspopulisten, wenn auch nur in einer gewissen Art u. Weise, Bildung nicht zugestanden u. damit ein Verständnis für Demokratie.
Da scheint jedoch Frau Dr.Hubig in ihrem schulisch vermittelten Wissen betreff die Einordnung u. Beurteilung von Fakten schlichtweg überfordert zu sein.
Was sich derzeit politisch abspielt, ist insgesamt ein Armutszeugnis für Demokratie. Jeder ist der Meinung, dass seine Meinung u. seine Bildung die richtige ist u. das noch so richtig hinausposaunt.
An Trump u.den Rechtspopulisten gibt es sicherlich so einiges auszusetzen, aber sie auf diese Art u. Weise in den Schatten zu stellen, lässt Respekt u. Toleranz vermissen, auch denjenigen gegenüber, denen eine gewisse Bildung nicht gegeben ist, die aber Respekt u. Toleranz als menschliche Seite auszeichnet (was anscheinend in der Politik keinen allzu großen Stellenwert hat).

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