Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Demokratiefeinden und Rechtspopulisten entgegentreten

SPD versteht sich als Bollwerk der Demokratie – Rechtsextremismus größte Gefahr

19.01.2021 - 09:06

Gemeinde Grafschaft. Quer denken, Hass säen, Verschwörungstheorien verbreiten – all das kann schnell auch zu brandgefährlicher Gewalt führen. Aus bösen, hasserfüllten Gedanken werden böse Worte und aus bösen Worten werden böse Taten.


„Der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und rechtsradikales Gedankengut muss heute mehr denn je auch im alltäglichen Leben geführt werden“, so Udo Klein. Mit anderen Worten: „Wir müssen laut werden und den Demokratiefeinden und Rechtspopulisten offen entgegentreten.“ Am Arbeitsplatz, in der Kneipe, im privaten Umfeld, in den Medien, auf der Straße – überall dort, wo krude und menschenverachtende Parolen verbreitet werden.

Die SPD war, ist und bleibt das Bollwerk der Demokratie. Der Rechtsextremismus ist aktuell die größte Gefahr für unsere freie und offene Gesellschaft. Wir stehen für einen konsequenten Kampf gegen die Menschenfeindlichkeit, gegen Hass und Hetze, wie sie vor allem von der AfD betrieben wird, aber auch von Gruppierungen, die an der Seite von Nazis und Faschisten demonstrieren und ihre absurden Verschwörungstheorien verbreiten.


Gedenkkultur in Grafschaft


Die Verbrechen des Holocaust relativieren sich nicht über die Zeit. Wir haben in unserer Gemeinde einen guten Weg gefunden, an die Opfer der Shoah zu erinnern und zu mahnen. Dazu sind die Gedenktafeln, Dokumentationen, Statements und Veranstaltungen wichtig, so auch der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar.

In der Gemeinde Grafschaft setzt sich die SPD seit vielen Jahren für eine würdige Erinnerungskultur ein. Bereits 2010 wurde auf Initiative der Ratsmitglieder Udo Klein und Günter Bach mit einer Gedenktafel an die jüdische Familie Jakob aus Nierendorf erinnert. Die gesamte Familie wurde 1942 in Vernichtungslagern der Naziverbrecher ermordet.

Aus dieser Initiative entstand dann auch die Idee einer zentralen Gedenktafel an alle jüdischen Opfer am Haupteingang des Ratshauses. Diese Bronzetafel erinnert an die Opfer: „Damit ihre Namen nicht verblassen und ihre Leiden nicht vergessen werden“, so Hubert Münch für die SPD-Fraktion.

Die Gemeinde fördert außerdem aktiv die Gedenkstätte Lager Rebstock und unterstützt den Synagogenverein Ahrweiler. Mit dem jüngst erschienen Buch von Ottmar Prothmann „Geschichte der jüdischen Einwohner in der Gemeinde Grafschaft“ entstand eine umfassende Dokumentation jüdischen Lebens in der Grafschaft vom Mittelalter bis Kriegsende. „Ein solches Buch, ebenfalls gefördert durch die Gemeinde, zeugt von einer vorbildlichen Erinnerungskultur und hohem Verantwortungsgefühl der politisch Verantwortlichen im Gemeinderat der Grafschaft“, so Günter Bach in seiner Bewertung.

„In diesem Kontext weisen wir auch auf eine weitere Veröffentlichung unserer Freunde der SPD Kreuzberg hin“, so die SPD. Das Buch von Günter Walden „Ignoranten und Rassisten“ beleuchtet den Aufstieg der NSDAP in der Weimarer Republik. Es wird beschrieben, wie es einer kleinen Splitterpartei in nur kurzer Zeit gelang die Macht in Deutschland zu übernehmen und die Demokratie zu zerschlagen.

Die letzte freie Rede im Reichstag für viele Jahre hielt ein Sozialdemokrat am 23. März 1933. Otto Wels begründete das Nein der SPD zum Ermächtigungsgesetz. Alle anderen bürgerlichen Parteien stimmten diesem unsäglichen Gesetz zu, das einen Tag später verabschiedet wurde und die Nazi-Diktatur begründete.

Pressemitteilung Udo Klein

Vorsitzender der SPD Grafschaft

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Gabriele Friedrich:
Was regen sich die Leute auf ? Alles was gehackt werden kann, ist nicht sicher. Strengt euch halt mehr an. Vielleicht sagt euch der 14jährige, wo es dran gelegen hat. Kinder haben heute keine Interessen mehr, keine Luft, keine Freundschaften und vor allem keine Eltern daheim- also keine Ansprechpartner. Mir...
juergen mueller:
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Wir kommen aus dem "Unterstützen" gar nicht mehr raus. Jede Stadt sollte sei Tierheim unterstützen- vor Ort. Die Tierärzte finde ich auch viel zu teuer. Das kann sich ein alter Mensch gar nicht mehr leisten. ...
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Gabriele Friedrich:
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