Politik | 15.12.2021

SPD Lahnstein fordert aktive Maßnahmen

„Der Klimawandel betrifft uns alle“

Die verheerenden Auswirkungen im Lahnsteiner Stadtwald.Quelle: SPD Lahnstein

Lahnstein. Nicht zuletzt aufgrund der Unwetterkatastrophe im Ahrtal und deren verheerenden Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der betroffenen Menschen, fordert die SPD Lahnstein aktive Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Sie hat hierzu einen Forderungskatalog über den Stadtrat eingebracht.

Durch den Klimawandel werden auch unsere Bürger*innen zusätzlich zu den bekannten Hochwassergefahren aufgrund der topographischen Lage Lahnsteins zunehmend häufiger von Starkregenereignissen betroffen sein. Die SPD erwartet, dass durch den künftigen Oberbürgermeister und die beschlossene neue Stelle einer/eines Klimaschutzbeauftragten, dass hier zukünftig wesentlich vorsorgender verantwortlich vorgegangen wird, so die Vorstandsmitglieder Matthias Boller und Marcel Will.

Um die Bürgerschaft besser zu informieren, ist eine Neugestaltung der städtischen Homepage schnellstmöglich durchzuführen. Die wichtigen Informationen zu Hochwasser und Extremwetterereignissen wie Starkregen müssen auf der Startseite auf einen Klick ganz einfach auffindbar sein, so Walter Ludwig, Vorsitzender der hiesigen Hochwassernotgemeinschaft. Hierzu zählen neben den Grundlageninformationen wie Links auf wichtige Websites zur Thematik auch tagesaktuelle Hinweise auf bevorstehende Extremwetterereignisse.

Darüber hinaus muss die Vorsorge deutlich verbessert werden, damit Gefahren minimiert werden können. Die SPD regt an, digitales Kartenmaterial auf der Homepage der Stadt zu veröffentlichen, die potentielle Gefahrengebiete bei Starkregen und Hochwasser ausweisen, damit sich die Bewohner*innen in den entsprechenden Gebieten besser auf extreme Wetterereignisse wie beispielsweise Starkregenfälle einstellen können.

Starkregenereignisse sind zwar selten, sie treten aber äußerst kurzfristig ein, so dass es fast keine Reaktionszeiten gibt und die Schäden dann katastrophal sein können. Es gilt Bürger*innen zu motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen usw.) zu treffen. Zudem gilt es, durch Analyse- und Simulationsverfahren Überflutungsschwerpunkte zu identifizieren und durch Entsiegelungs- sowie Begrünungsmaßnahmen Retentionsräume zu schaffen, die den Abfluss drosseln.

Sowohl Vorstand als auch Fraktion begrüßen die Absicht, dass neben den Katastrophenschutz-apps auch wieder ein klassischer Sirenenalarm im Stadtgebiet mit einer gleichzeitigen Information über die Homepage möglich sein wird. Die SPD beantragt erforderliche Haushaltsmittel im kommenden Haushaltsplan aufzunehmen, damit möglichst viele Menschen frühzeitig und eindeutig gewarnt werden können.

Der Klimawandel betrifft uns alle, deshalb müssen solche Risiken und potentielle Gefahren offen kommuniziert werden. Erfahrungsgemäß lässt das Bewusstsein der Bevölkerung für Gefahren nach, wenn sie seltener eintreten, deshalb ist auch die Stärkung der Eigeninitiative notwendig. Nicht alle Gefahren können über die freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk abgesichert werden. Zukünftig muss auch das allgemeine Gefahrenbewusstsein durch aktive Information gestärkt und verbessert werden und das generationenübergreifend.

Denn Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jede*r von uns kann dazu beitragen, gemeinsam und entschlossen, so das Fazit und der Appell der Sozialdemokraten.

Pressemitteilung der

SPD Lahnstein

Die verheerenden Auswirkungen im Lahnsteiner Stadtwald. Quelle: SPD Lahnstein

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