Jan Müller - Direktkandidat WK14, Listenplatz 11 auf der Landesliste Freie Wähler RLP
„Der Ring zieht Touristen an und bringt Geld in die Region“
Kesseling. In Kesseling traf ich Ortsbürgermeister Guido Schmitz. Er ist einer der Initiatoren der Initiative zur Reduzierung von Verkehrslärm und Erhöhung der Verkehrssicherheit im Raum Nürburgring/Eifel. Aber der Reihe nach:
Der Nürburgring, die bekannteste Rennstrecke der Welt liegt bei uns um die Ecke. Der Ring zieht Touristen an und bringt Geld in die Region. Aber er erhöht auch die Anzahl der Verkehrsunfälle, wenn Motorsportfans und Motorradtouristen auf den kurvigen Straßen in der mächtigen Berglandschaft ihr Können testen.
Es gibt aber zwei Herausforderungen: Zum einen die Unfallgefahr – rund um den Ring sind die Unfallzahlen erhöht, das liegt auch an den engen Straßen der Region, verstärkt aber durch einige Ringbesucher, die auf öffentlichen Straßen Formel 1 spielen. Was nicht akzeptabel ist.
Zum anderen der Lärm – mancherorts krachen in der Saison jedes Wochenende Fahrzeuge durchs Dorf.
In den engen Straßen hallt der Lärm besonders laut wieder, was von einem Teil der Freizeitfahrer dann bewusst ausgenutzt wird. Die Störgeräusche senken die Attraktivität der Ortskerne und sind beispielsweise in Kesseling im ganzen Ort hörbar. Durch verschiedene Verkehrdelikte werden Wander- und Radtouristen verschreckt und die Übernachtungszahlen an der Ahr gedämpft.
Motorsport-Enthusiasten sind bei uns willkommen – Freizeitinhalt und Mobilitätsfreiheit sollen nicht beschränkt werden, aber wir brauchen neue Regeln zum Schutz der Anwohner, um Lärm, Unfälle und Sachschäden abzuwenden.
Mit Silent Rider gibt es eine bundesweite Initiative zur Senkung der Motorradlärms, in diese auch zahlreiche Gemeinde aus unserer Region beigetreten sind.
In Orten wie Kesseling braucht es eine flächendeckende Tempo-30-Zone, Poller, mehr Bürgersteige usw. Radfahrer sind häufig gezwungen auf Landstraßen zu fahren und sich so in Gefahr zu begeben.
Um den Radverkehr zu fördern und zu sichern, müssen alle Lücken im Radwegenetz geschlossen werden.
Mitgedacht werden müssen auch die Bauern. Damit sie mit schwerem Gerät die typischen engen Landstraßen (etwa zum Heu machen) befahren können, ohne die Angst hinter der nächsten Bergkurve einen Heranflitzenden zum Verkehrstoten zu machen. Ein Lösungsansatz könnte in mobilen Kontrollen durch die Polizei bestehen, die vorher mit den Bauern koordiniert werden.
Modellregion Nürburgring/Eifel – Initiative zur Reduzierung von Verkehrslärm was ist das?
Eine Modellregion umfasst eine größere Region, innerhalb dieser zu einem bestimmten Themenkreis Zahlen, Daten, Fakten, Wissen, Wünsche und Bedenken zusammengetragen werden.
Maßnahmen (auch neue und nicht bekannte) testet und ihre Wirksamkeit überprüft. Eine Zusammenarbeit aller erforderlichen und betroffenen Behörden, Institutionen und Bürgern ist dringend erforderlich. Verbände, Politik, Initiativen, Kommunen, Anwohner, Polizei, Wissenschaft sind gefordert. Modellregionen gibt es auf Bundes- und/oder Landesebene. Es muss ein Konzept erarbeitet werden und dann entsprechende Anträge an die zuständigen Ministerien gestellt werden.
Sobald diese Modellregion Zustimmung und damit auch Förderung durch den Bund oder das Land bekommt, kann sie mit der Arbeit beginnen und Informationen und Daten erheben. Dies Konzept wurde dem Verkehrsministerium von RLP und dem Bundesverkehrsministerium durch den BVDM e.V. (Bundesverband der Motorradfahrer) vorgestellt. Wichtig ist, dass an die Gefährdung von allen Verkehrsteilnehmern durch alle Verkehrsteilnehmer mit gedacht wird. Es geht nicht darum, einzelne Gruppen zu diffamieren, sondern praktische Lösungen GEMEINSAM zu erarbeiten.
Deshalb möchte die Allianz aus Ortsbürgermeistern, Bürgermeistern, Fraktionsvorsitzenden und dem BVDM e.V. (Bundesverband der Motorradfahrer) mit Unterstützung aller aktuellen Direktkandidaten des Wahlkreis 14 Ahrweiler (abgesehen von einem) zur Verbesserung der Situation eine Modellregion Nürburgring/Eifel etablieren.
Und wenn wir hier im Einfahrtgebiet des Nürburgrings wesentlich den Motorenlärm und die Unfallzahlen gesenkt bekommen und so eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung schaffen, dann wird das auch in anderen Regionen in Deutschland möglich sein.
Gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt.
Pressemitteilung
Freie Wähler RLP

Finde ich, selbst Motorradfahrer in der Region, absolut nachvollziehbar und vernünftig und bin selbst immer bemüht langsam und leise durch die Ortschaften zu fahren. Viele Motorradfahrer tun das leider nicht, aber ich bitte auch die Pkw dabei nicht zu vergessen. Die machen meiner Erfahrung nach oft genauso viel Krach und rasen ohne Rücksicht auf Verluste. In- und Außerorts.
Man kann es nicht immer nur der Motorradfraktion in die Schuhe schieben und die getunten Autos ausser Acht lassen.
Aber grundsätzlich eine gute Aktion die ich auch gern unterstütze ??