Bendorfer SPD-Ratsfraktion: Bewerbung für LaGa ist auf dem Weg!
Der Tag der Entscheidung ist gekommen
Bendorf. „Ja“ zur Bewerbung für die Landesgartenschau (kurz: LaGa) 2026 in Bendorf? Oder eher ein „Nein“? Diese Entscheidung musste der Tagesordnung nach, im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Stadtratssitzung getroffen werden. Bürgermeister Christoph Mohr brachte es in seiner Rede auf den Punkt: „Es geht hier um eine Entscheidung zwischen den Fragen: Können wir es uns leisten diesen Weg zu gehen? Und können wir es uns leisten, diesen Weg nicht zu gehen?“ Daraus lässt sich ableiten, dass im Falle der Bewerbungsabgabe und im Falle des Zuschlags für eine LaGa in Bendorf die finanziellen Ressourcen der ohnehin verschuldeten Stadt, auf die nächsten Jahrzehnte dermaßen gebunden sein werden, dass für übrige Projekte kein bzw. kaum Handlungsspielraum vorhanden sein wird. Andererseits erhält die Stadt im Falle des Zuschlags eine große Förderkulisse zur Entwicklung von Bendorf und damit eine große Chance geboten. Diese Abwägung musste in der Ratssitzung finalisiert werden.
SPD-Fraktionschef Manfred Bauer griff diesen Spielball gerne auf und erklärte: „Die SPD-Fraktionsmitglieder haben nach intensiven, tiefgehenden und umfangreichen Gesprächen und Abwägungen durchaus differierende Meinungen und das wird sich im Abstimmungsverhalten zeigen. Aber völlig unabhängig davon, wie das Abstimmungsergebnis ausfällt, zunächst geht ein Dank an die Verwaltungsmitarbeiter wie auch die Bürger, die sich eingebracht haben und unzählige Stunden und Tage investiert haben. Hier ist besonders das Ideenkino herauszuheben, dass vorbildlich die Bürgerbeteiligung forcieren konnte. In jedem Fall, ob Pro oder Contra LaGa-Bewerbung votiert wird, hat Bendorf Ideen und Perspektiven zusammengetragen und geschaffen, auf denen sich aufbauen lässt. Zudem ist die Vorstellung der Zahlen und Planungen sehr ausgiebig und transparent erfolgt, so dass sich auch ein jeder und eine jede ein umfassendes Bild von der Ausgangssituation wie auch von den Planungen machen konnte.“
Die regen Wortbeiträge im Rat ließen keinen Zweifel zu, dass keine leichte Entscheidung getroffen werden konnte. Wurde doch eine Weiterentwicklung der Stadt mit dem Slogan „Aus Bendorfs Mitte: Sprung nach Sayn und an den Rhein“, vereinfacht gesagt von der Innenstadt, dem Bereich um das Schloss und die Burg in Altsayn und einem Teil des Hafengeländes, in Aussicht gestellt. Andererseits wurde bei einem zu erwartenden Eigenanteil von über 12 Mio. Euro zuzüglich der zu erwartenden jährlichen Folgekosten vornehmlich Leuchttürme herausgepickt, Maßnahmen in Mülhofen oder Stromberg blieben dabei weitestgehend außen vor.
Im Ergebnis entschied sich der Rat mehrheitlich für die Bewerbung für die LaGa. Die SPD-Ratsfraktion stellte drei Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und ein Ratsmitglied fehlte aus privaten Gründen.
Die Bewerbung wird mit diesem Ergebnis Ende des Monats an das Ministerium übersandt und dieses befindet voraussichtlich im Frühjahr 2022, welche Kommune den Zuschlag für die LaGa 2026 erhält.
Die Bendorfer SPD-Ratsfraktion.Quelle: SPD-Ratsfraktion Bendorf