Ex-Botschafter John Kornblum referierte über die deutsch-amerikanische Beziehung
„Die Deutschen sind die Amerikaner Europas“
Rheinbach. Die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und den USA beschwor der ehemalige US-Botschafter John Kornblum auf einer Veranstaltung der linksrheinischen CDU-Verbände in Rheinbach. In weiten Teilen des Landes wurden, so Kornblum, die Vereinigten Staaten von Deutschamerikanern aufgebaut und geprägt. Das führt dazu, dass auch heute noch Amerikaner wie Deutsche über eine ähnliche Mentalität verfügen. Für Kornblum, dessen Großeltern aus Ostpreußen stammen und im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten auswanderten, war es nicht der erste Besuch in der Glasstadt. Neben Reminiszenzen an die Erfolgsgeschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen der Vergangenheit ging Kornblum auch auf die nicht ganz reibungslose Gegenwart ein. So wurde er in der Diskussionsrunde mit Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, auch mit dem Vertrauensverlust vieler Deutscher in die Amerikaner im Zuge der NSA-Affäre konfrontiert. Besonders interessierte Röttgen dabei die Frage, inwiefern es in den USA ein Bewusstsein dafür gäbe, dass Europa, Deutschland und die USA einander brauchen. Kornblum machte in seiner Antwort deutlich, dass den Amerikanern dies durchaus bewusst ist, dass es aber auch darum gehe, den gemeinsamen Werten und Interessen in der Praxis Geltung zu verschaffen. Mit Engagement warb er für das gemeinsame Freihandelsabkommen TTIP, dass er als „Europas letzte Chance“ bezeichnete. Deutsche Bedenken gegen Abkommen etwa in Bezug auf das so genannte „Chlorhünchen“ bezeichnete er als eher psychologisches Problem.
Pressemitteilung des CDU-
Stadtverbandes Rheinbach
