Politik | 02.03.2021

Horst Gies MdL: Landesregierung zeigt mangelndes Verständnis

„Die Probleme unserer kleineren Städte“

Kreis Ahrweiler. Der Abgeordnete aus dem Ahrkreis, Horst Gies, bedauert, dass die Landesregierung mit ihren Ankündigungen der Landeshilfe für die 5 größten Städte in Rheinland-Pfalz die vielen kleineren und mittleren Städte in unserem Land mit ihren großen coronabedingten Problemen alleine lässt: „Die Konzentration auf die fünf Oberzentren Mainz, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Koblenz und Trier wird der aktuellen Lage nicht gerecht. Dabei verwundert, dass die Landesregierung drei Wochen vor der Landtagswahl ausgerechnet 5 Großstädte mit SPD-Bürgermeistern auswählt, die nun Hilfe bekommen sollen. Die große Mehrheit der kleineren und mittleren Städte, die in gleichem Maße unter den massiven Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie leiden, bleibt allerdings unberücksichtigt.“

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Helmut Martin sieht das so: „Wer meint, mit solchen ausgewählten ‚Schaufensterprojekten‘ die schwierige Lage unserer Städte verändern zu können, verkennt die Realität. Zur Rettung unserer Innenstädte ist ein ganzheitliches Konzept notwendig, das in die Breite geht.“

Die CDU hat hierzu Vorschläge gemacht und verweist auf ihr 8-Punkte-Papier zur Rettung der Innenstädte, das in der vergangenen Woche inklusive einem 20-Millionen-Euro Sofortprogramm vorgestellt wurde.

Horst Gies führt weiter aus: „Bereits im zweiten Nachtragshaushalt – also vor fünf Monaten – hatten wir ein ‚Sofortprogramm Attraktive Innenstädte‘ vorgeschlagen und beantragt. Leider hat die Ampel-Koalition das abgelehnt. Dieser Vorschlag war passgenau auf die Bedürfnisse eines Bundeslandes mit sowohl Oberzentren als auch breiten ländlichen Regionen abgestimmt und hätte auch eine Förderung der Mittelzentren vorgesehen. Auch hier möchten die Menschen nach der Corona-Krise wieder durch belebte Innenstädte laufen. Zudem stellt sich die Frage, was eigentlich Wirtschaftsminister Wissing zur Unterstützung von Handel und Dienstleistung in den Innenstädten beiträgt. Bei der letzten Pressekonferenz der Landesregierung blieb der Wirtschaftsminister außen vor. Eigentlich wäre es seine Aufgabe, hier Taktgeber zu sein und eigene Programme seines Hauses zur Unterstützung des Einzelhandels auf den Weg zu bringen. Offensichtlich ist Herr Wissing aber mehr damit beschäftigt, Kritik am Bund zu üben als selbst programmatisch aktiv zu werden.“ Pressemitteilung
Horst Gies MdL

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Stellenanzeige Sachbearbeiter Kreditorenmanagement
Feuerwehrfest Plaidt
Dillemarkt 2. Anzeige
Imageanzeige Straußenwirtschaft
Sommerbunt Bad Neuenahr-Ahrweiler
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
414

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aus für das Provisorium: Das Ausweichquartier Calvarienberg darf per behördlicher Anordnung nicht mehr genutzt werden.  Foto: GS
436

Schock für die Eltern: Eine sicher Nutzung des Provisoriums der Kita Sankt Laurentius sei derzeit nicht gegeben, sagen die Behörden

Ahrweiler: Kita-Kinder stehen vor ungewisser Zukunft

Ahrweiler. Ein Brandbrief ist ein öffentlicher Hilferuf. Einen solchen hat Miriam Radermacher für den Elternausschuss der Ahrweiler Kita Sankt Laurentius verfasst. Denn die Eltern treiben Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder um. Was ist geschehen?

Weiterlesen

Ob ein Wolf beteiligt war, kann derzeit weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden. Foto: pixabay.com
428

Es wurden DNA-Abstriche genommen

06.07.: Vier tote Schafe im Westerwald gefunden

Am Donnerstag, dem 02.07.2026 wurde aus der Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) ein Schadensfall mit vier toten, einem notgetöteten und einer/einem verletzten Schaf bzw. Ziege mit Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers gemeldet. Eine Begutachtung vor Ort wurde noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt werden.

Weiterlesen