SPD-Engers wählt Vorstand neu
Die nächste Generation auf den Weg gebracht
Neuwied-Engers. Mehr als 100 Jahre existiert die SPD in Engers. Jetzt hat sich bei einer eigentlich normalen Mitgliederversammlung die nächste Generation Sozialdemokraten in Funktionen wählen lassen: „Schon vor zwei Jahren sind ohne jeglichen Streit altgediente Genossen in ihren mehr als verdienten politischen Ruhestand gegangen und diesmal haben wir Teil 2 der Vorstandsverjüngung gemacht und das auf eine sehr solidarische Art und Weise“, fasste Ferhat Cato das Ergebnis der Mitgliederversammlung zusammen.
In geheimer Wahl wurde nicht nur der Vorsitzende mit 100 Prozent der Stimmen, sondern fast alle Vorstandsposten gewählt und vergeben. Neue und jüngere Gesichter, sollen die Zukunft der SPD schon jetzt in der ersten Reihe mitprägen.
Sechzehnköpfiger Vorstand lenkt von nun an die Geschicke
Ferhat Cato wurde wiedergewählt, genauso wie Stadtrat Henning Wirges als Stellvertretender Vorsitzender.
Zwei neue Stellvertreter sind Ortsbeiratsmitglied Florian Garzombke (33) und Silvia Altgelt (30). Garzombke war Spitzenkandidat für die Ortsbeiratswahlen. Silvia Altgelt ist das neue jugendliche Gesicht der Engerser Sozialdemokraten.
Neuer Schatzmeister ist Markus Abts, der praktizierender Arzt in Neuwied ist. Als Geschäftsführer wurde Lothar Garzombke gewählt. Alt bewährte Vorstandsmitglieder, wie auch jüngere Mitglieder wählten die Genossen ebenfalls fast einstimmig als Beisitzer in den neuen Vorstand: Dieter Dany, Stefan Diesler, Carmen Fiege, Mirco Jansen, Anja Lorenz, Frank Michel, Jürgen Müller, Michael Stunz und als Ältester im Vorstand fungiert weiterhin der 80jährige Albert Wagner. Ehrenvorsitzender ist Reinhold Zils.
Der sechzehnzehnköpfige Vorstand der Engerser SPD hat seine Arbeit bereits aufgenommen und bereitet den Stand am Nussknackermarkt, sowie den Neujahrsempfang am 19. Januar 2020, zu der der Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Thomas Metz, sein Kommen bereits zu gesagt hat, vor.
„Da freuen sich einige mit Krokodisltränen wie schlecht es der SPD geht, aber wir werden gegen den Bundestrend zeigen, wie stark SPD vor Ort und im Allgemeinen für die Menschen da sein kann“, fassten die neuen Vorständler ihren hohen Motivationsgrad für die Zukunft zusammen.
Pressemitteilung der SPD Engers

SPD-Generationen kommen und gehen. Die Aufgaben bleiben:
... "Die bürgerlichen Revolutionen der Neuzeit haben Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mehr beschworen als verwirklicht.
Deshalb hat die Arbeiterbewegung die Ideale dieser Revolutionen eingeklagt: Eine solidarische Gesellschaft mit gleicher Freiheit für alle Menschen. Es ist ihre historische Grunderfahrung, dass Reparaturen am Kapitalismus nicht genügen. Eine neue Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft ist nötig.
Die Sozialdemokratie führt die Tradition der demokratischen Volksbewegungen des neunzehnten Jahrhunderts fort und will daher beides: Demokratie und Sozialismus, Selbstbestimmung der Menschen in Politik und Arbeitswelt. (...)
Der Demokratische Sozialismus in Europa hat seine geistigen Wurzeln im Christentum und in der humanistischen Philosophie, in der Aufklärung, in Marxscher Geschichts- und Gesellschaftslehre und in den Erfahrungen der Arbeiterbewegung."
Auszug aus dem Berliner Programm der SPD 1989/1998
Nach dem rückwärtsgerichteten Programmen von 1952 und 1954 machte die SPD mit dem „Godesberger Programm“ von 1959 Marktwirtschaft und Pluralismus zur Grundlage ihrer politischen Arbeit, verzichtete damit auf das Ziel einer sozialistischen Gesellschaftsordnung und konnte dermaßen modernisiert, die Geschicke der Bundesrepublik ab 1969, sehr zum Vorteil aller, steuern. Darauf sollten sich die Genossen besinnen, dann könnte es wieder aufwärts (Vorwärts!) gehen!
SPD-Generationen kommen und gehen. Die Aufgaben bleiben:
... "An dieser Wende bekennt sich die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entschiedener denn je zu den großen Ideen der Demokratie und des Sozialismus - zur Befreiung der Menschen aus unwürdiger sozialer Abhängigkeit und geistiger Hörigkeit, zu einer Gesellschaft des Friedens und der Gerechtigkeit.(...)Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands vertritt nicht Sonderinteressen einzelner Gruppen.Ihr Ziel ist die
Neugestaltung der Gesellschaft im Geiste des Sozialismus.Er allein ermöglicht allen Menschen die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit.Die Sozialisten kämpfen deshalb für die Gleichberechtigung aller Menschen und für ihre geistige, politische und wirtschaftliche Freiheit, die in der bestehenden Gesellschaft nicht verwirklicht werden kann. (...) Eine neue Gesellschaft, die nicht auf Ausbeutung und Unterdrückung beruht, fällt uns nicht (...) in den Schoß."
Auszug aus dem Aktionsprogramm der SPD vom 28.09.1952/24.07.1954