Bendorfer Stadtwerke investieren 3,3 Millionen Euro – Beigeordneter legt Wirtschaftsplan 2020 vor
Dieses Jahr keine Gebührenerhöhung
Einstimmig genehmigte Stadtrat den Etatplan und den Jahresabschluss 2018
Bendorf. „Für das Jahr 2020 sind in Bendorf keine Gebühren- und Beitragserhöhungen für Wasser und Abwasser vorgesehen“, sagte der Erste Beigeordnete von Bendorf Bernhard Wiemer in der Stadtratssitzung. Er legte den Wirtschaftsplan 2020 der Stadtwerke Bendorf vor, in dem auch Millioneninvestitionen aufgeführt sind. „Die Entgeltsätze für Wasser und Abwässer sind in Bendorf, verglichen mit anderen Kommunen, sehr gering und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern“, betonte Wiemer. Die Stadtwerke investieren in diesem Jahr 3,3 Millionen Euro, von denen 1,6 Millionen für den Neubau des Wasser-Hochbehälters auf der Vierwindenhöhe eingeplant sind.
„Der neue Behälter wird aus zwei Edelstahlkammern mit je 400 Kubikmetern Inhalt bestehen und wird 10 Meter höher liegen als der alte Behälter. Daraus resultiert eine Druckerhöhung von einem bar, was für die Häuser u.a. auf der Vierwindenhöhe, Ober dem Grubenhaus bedeutsam ist“, erläuterte der Erste Beigeordnete.
In einem neuen Holzgebäude mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach werden die Wasserbehälter untergebracht.
Im Stadtgebiet müssen auch wieder Wasserleitungen für insgesamt 510 000 Euro erneuert werden. Das sind u.a. die Straßen Heinzenweg, Concoridastraße, Hellenpfad Nord und Steinstraße wo gleichzeitig auch die Abwasserleitungen erneuert werden, was wohl rund 1,4 Millionen Euro kosten wird.
Dadurch können Häuser im Heinzenweg und Hellenpfad Nord an die Kanalisation angeschlossen werden.
Für den Bauhof sind 125 000 Euro für neue Fahrzeuge und Geräte notwendig.
Einstimmig genehmigte der Stadtrat diesen Wirtschaftsplan, was auch für die Stadtwerks-Jahresabschlüsse 2018 galt.
Bernhard Wiemer führte aus, dass 2018 das Wasserwerk 19 000 Euro und das Abwasserwerk 173 000 Euro Gewinn erzielten. Dem steht aber beim Schwimmbad ein Verlust von 203 000 Euro gegenüber, wobei das 28 000 Euro besser ist, als im Vorjahr. 2018 kamen fast 45 000 Besucher ins Freibad, etwa 16 000 mehr als im Jahr zuvor.
Der Bauhof machte 2018 einen Verlust von 312 000 Euro, die Wiemer mit zusätzlichen Personalkosten für den Winterdienst begründete.
„Wir gehen davon aus, dass sich die Verluste in den kommenden Jahren wieder in der kalkulierten Größenordnung bewegen werden“, meint der Erste Beigeordnete. HEP