Politik | 24.05.2024

Diskussionsabend in Oberwinters

Die Beteiligung der Zuhörerschaft war lebhaft.  Foto:

Oberwinter. Der Abend versprach interessant zu werden. Wen oder was will die ehemalige NRW-Umweltministerin mit ihrem Buch bewegen? Bärbel Höhn kam auf Einladung der Schatzkammer, des BUND-Ahrweiler und des Weltladens nach Oberwinter.

Sie las zunächst – sehr persönlich – von ihren Erfahrungen als Mutter, die sie durch die Erkrankung ihres Sohnes zunächst in die Umweltbewegung und dann in die Politik geführt habe.

Die 70jährige ist immer noch aktiv; nun als Autorin und Vortragende. Ihr Plädoyer: Wir kommen nicht umhin, unser Leben und Wirtschaften zu ändern. Extremwetter würden immer schlimmer; die Rechnung hierfür müssten letztlich unsere Enkel bezahlen. In vergangen Jahren hätten wir in den reichen Ländern den Planeten durch Konsum immer stärker geplündert und vermüllt. Es gelte umzusteuern, CO2-Emissionen zu reduzieren und das Artensterben zu beenden. Dies könne durch vielerlei Aktivitäten sein – ein erster Schritt mag ein naturnaher Garten sein, das Aufstellen eines Balkonkraftwerks, aber auch das Engagement in der Gruppe, wie etwa beim BUND.

In der Diskussion wurden Bedenken laut: Ist in unserem auf Wachstum angelegten Wirtschaftssystem ein CO2-armes Leben überhaupt möglich? Ja, es sei so viel möglich, meint die Ex-Ministerin, und erinnert an die erfolgreiche Anti-Atom-Kraft-Bewegung, die gegen eine mächtige Atom-Lobby gekämpft habe. „Wir müssen es wollen und uns dafür stark machen.“ Dabei betont sie, dass ein solches Engagement kein Verzicht, sondern Freude und sinnstiftendes Erleben bedeute. Aber, so rät sie augenzwinkernd realistisch: „Versuchen Sie nicht perfekt zu sein!“

Die Beteiligung der Zuhörerschaft war lebhaft. Auch eine „Klimapatin“ aus dem Brohltal meldete sich zu Wort. Sie wies auf das Förderprogramm KlikKS (Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen) der Energieagentur Rheinland-Pfalz hin. Jeder könne sich einbringen – vom „Klima-Kochkurs“ über Maßnahmen für mehr Artenvielfalt in Dörfern, auf Spielplätzen oder Friedhöfen bis hin zu Obstbaumschnittkursen. Eine Ingenieurin berichtete von ihren Erfahrungen, dass mittlerweile bei Ausschreibungen für Baumaßnahmen auch die CO2-Emissionen abgefragt würden.

Und so blieben die Leute noch lange und diskutierten weiter. BioWein von der Ahr und selbstgemachte Köstlichkeiten des Weltladens rundeten den genüsslichen Abend ab.

Die Beteiligung der Zuhörerschaft war lebhaft. Foto:

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