Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte das WeinKulturDorf Dernau
Dreyer lobte Entwicklung und bedeutendes Bürgerengagement
Es wurden auch kritische Fragen zum Thema Flughafen „Hahn“ gestellt
Dernau. Im Rahmen ihrer diesjährigen „Sommerreise“ besuchte die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch das WeinKulturDorf Dernau. Anlass für diesen Besuch war auch das gute Dernauer Abschneiden beim Landesentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier hatte die Ahrtalgemeinde in der Sonderklasse eine Goldmedaille erhalten. Nach einem Empfang in der „Vinothek“ der DAGERNOVA-Winzergenossenschaft ging es in einem kleinen Rundgang durch den Ort, bei dem Ortsbürgermeister Alfred Sebastian sowie Vertreter von Vereinen und Organisationen einige der zahlreichen Projekte der letzten Jahre vorstellen. So beispielsweise die gelungene Sanierung des alten Pfarrhauses. Und in der „Akademie Altenahr“ wurden der Ministerpräsidentin und interessierten Gästen deren künstlerisches Wirken und die überregionale Entwicklung dargestellt. Nach einer kurzen Einkehr im „Hofgarten“ ging es weiter zum „Kaffeehaus St. Quirinus“. Dieses Café entstand in einer stilvoll ausgebauten alten Scheune aus dem Jahr 1773. Hier werden nur hochwertige, nachhaltig produzierte Produkte verarbeitetet und angeboten.
Zum Abschluss suchte die Ministerpräsidentin das Gespräch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der Eventhalle der Winzergenossenschaft. Hier wurde sie von FBL-Mann Matthias Kriechel auch mit der aktuellen Diskussion um die Landesförderung des Flughafens „Hahn“ konfrontiert.
Zwei Weinköniginnen
In der „Vinothek“ konnte Ortsbürgermeister Alfred Sebastian neben der Ministerpräsidentin zahlreiche weitere Gäste begrüßen. Darunter die beiden Deutschen Weinköniginnen Mandy Großgarten und Julia Bertram. „Dies können bestimmt nicht viele deutsche Weinbaugemeinden aufweisen“, erläuterte Sebastian mit sichtlichem Stolz. In einer von Bernd Schreiner erstellten Fotopräsentation verdeutlichte er die positive Entwicklung der Weinbaugemeinde Dernau launisch und anschaulich. Hierbei stellte Sebastian besonders die vielen Aktivitäten, den ausgeprägten Dorfgemeinschaftssinn, den Fortgang der Planungen am Gewerbegebiet und am Weinbrunnenplatz sowie die Innovation der unterschiedlichen heimischen Betriebe in den Vordergrund seiner Ausführungen. Der Ministerpräsidentin dankte er für die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte. Dem schloss sich auch Ingrid Näkel-Surges, als Vertreterin des urlaubsbedingt nicht anwesenden Verbandsbürgermeisters Achim Haag, an. Sie bat die Ministerpräsidentin zudem um Unterstützung bei der Breitbandversorgung sowie beim Ausbau der Lücke des Radweges bei Ahrbrück. Landrat Dr. Jürgen Pföhler stellte das ehrenamtliche Engagement und die starke Verbundenheit der Generationen in Dernau in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.
„Die gut 20 Ortsvereine sind gut vernetzt und arbeiten Hand in Hand“, stellte Dr. Pföhler fest. Und mit der idealen Verbindung einer attraktiven Landschaft und ausgedehnten Wander- und Radwegen, mit Top-Gastronomie und Spitzenweinen, habe Dernau als Ausflugs- und Urlaubsziel eine außergewöhnliche touristische Magnetwirkung für den gesamten Kreis.
Zahlreiche Aktivitäten des Weinortes
Malu Dreyer lobte ebenfalls die Aktivitäten des Weinortes. So etwa die Gründung eines Winzerbetriebes durch Julia Bertram im neuen Gewerbegebiet.
„So etwas bringt auch unser Land weiter,“ lobte die Ministerpräsidentin. Jeder der Rheinland-Pfälzischen Regionen habe ihre ganz besonderen Reize. Eines verbinde die Kommunen aber ganz stark: Ein ausgesprochenes Bürgerengagement. Und Dreyer freute sich, dass mit dem Geld des Landes viel gelungen sei, so etwa bei der Förderung des Radtourismus und bei der Zukunftsfähigkeit der Dörfer.
In der Akademie Altenahr wurden Arbeit und Projekte vorgestellt.
Malu Dreyer (li.) beim Empfang in der Vinothek.
Gruppenbild vor dem Rundgang durch den Weinort. Fotos: WITE
Edith Gieler (li.) erläutert Entstehung und Philsophie des Kaffeehauses St. Quirinus.
