Die für Oedingen historisch so wertvolle Urkunde schmückt das Foyer des Dorfgemeinschaftshauses

Ehrenplatz in der Rheinhöhenhalle

27.10.2017 - 12:58

Oedingen. Am 28. Oktober 1956 wurde unter dem Pontifikat von Papst Paul VI. in der Gemeinde Oedingen mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz sowie des Landkreises Ahrweiler die Errichtung der Grundschule beurkundet.


Der damalige „Ortsbürgermeister“ Anton Elz hatte hauptsächlichen Anteil an der Zustimmung der Bezirksregierung - nach zähen Verhandlungen, die einen fünfjährigen Zeitraum in Anspruch nahmen.

Der Gemeinderat Oedingens entschied unter den Aspekten der Förderung zur Bautätigkeit sowie die Erweiterung der Kanalisation zur allgemeinen Zufriedenheit der damals 333 zählenden Einwohnerschaft des Ortes Oedingen. Grundsteinlegung war 1966.

Die beschriebene Beurkundung enthielt die Namen der in der damaligen Zeit verantwortlichen „Drahtzieher“, wie Dr. Heinrich Lübke und Prof. Dr. Ludwig Erhard für die Bundesrepublik Deutschland, Dr. Peter Altmeier für das Land Rheinland-Pfalz, Heinz Horbach als Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Karl Drotmann als Landtagsabgeordneter des Landkreises Ahrweiler, Josef Büchler als Amtsbürgermeister Remagens, Anton Elz als Ortsbürgermeister, die damaligen Gemeinderatsmitglieder, der Franziskanerpfarrer des Orts, Bentifolius Marxen, sowie der Schulleiter Wolfgang Tack.

Der aus Bad Neuenahr nach Oedingen gestoßene Schulleiter Tack ermöglichte allen Volkschülern einen erfolgreichen Start in die Schulzeit. Eine jahrelang erfolgreiche Arbeit im schulischen und pädagogischen Bereich sowie auch auf dem privaten und gesellschaftlichen Sektor folgte in den darauffolgenden Jahren.

Das Ganze erlag aber der fortschrittlichen Entwicklung. Nach jahrelangem Kampf ging er verloren. Die Schule wurde 1976 geschlossen und im Januar 2006 sogar abgerissen.

Zwischenzeitlich dienten die Räumlichkeiten der dörflichen Bevölkerung als „Dorfgemeinschaftshaus“, wo sich die Menschen zu Kursen, sportlichen Aktivitäten, geselligen Feiern oder zur jährlichen Kirmes trafen. Auch Vereine und politische Gremien tagten dort - bis zum endgültigen Aus der rühmlichen Stätte Oedingens. Heute zieren wunderschöne Einfamilienhäuser den Bereich „In der Berling“, den nur noch die „älteren“ Herrschaften des Ortes im Ursprung kennen.

Im Rahmen eines Klassen- beziehungsweise Schuljahrgangstreffens tauchte diese historische Urkunde mit unbeschreiblichem Wert wieder auf. Jene Urkunde, die damals beim Bau der Oedinger Grundschule in ein Rohr im Dachbereich eingelassen wurde.

Als diese Urkunde durch Thomas Sonntag im nachmittäglichen Verlauf unter den Anwesenden ihre Runde machte, ergriff Olaf Wulf, Mitglied des Organisationsteams, neben Lehrer Tack die Chance. Er nahm die besagte Urkunde an sich. Anschließend stellte er sie den aktuellen Ortsbeiratsmitgliedern vor. Die zeigten sich begeistert. Alle waren sich einig, dass sie einen Ehrenplatz im Dorf verdiene. In Zusammenarbeit mit Hans-Willi Jungbluth, der sich den technischen Dingen wie Rahmung und Anbringung annahm, nahm die ganze Aktion ihren Lauf.

Die für Oedingen historisch so wertvolle Urkunde schmückt nun das Foyer des Dorfgemeinschaftshauses, der Rheinhöhenhalle. Dort erfreut sie sich den Blicken jedes einzelnen Ortsansässigen, der aus unterschiedlichen Gründen das Foyer beziehungsweise die Halle betritt.

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Manfred Möser22:
Hier sollten lieber Bäume gepflanzt werden, die brauchen CO 2 und erzeuven noch Sauerstoff. ...
juergen mueller:
In (fast) perfekter Logistik haben die Deutschen schon immer einen Spitzenplatz eingenommen. Aber was nützt das alles, wenn es an einem Bestandteil fehlt, der diese Logistik erst zum Blühen bringt. Dieses deutsche "Perfekt" hat noch immer einen Haken, wie auch jetzt, gehabt. Aber das spricht man,...
juergen mueller:
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