Schottische Hochlandrinder geben im Griesenbachtal den typischen Feld- und Wiesenarten ihren Lebensraum zurück
Ein Highlight im Landschaftsbild
Griesenbach. Schottische Hochlandrinder geben im Rahmen einer extensiven Beweidung im Griesenbachtal den typischen Feld- und Wiesenarten ihren Lebensraum zurück. Die ganze Angelegenheit erfolgt mit Unterstützung durch den Westerwaldverein Buchholz und Thomas Wilsberg.
Die Flächen liegen zwischen Asbach-Hussen/Löhe und Griesenbach und sind zum größten Teil Eigentumsflächen des Westerwaldvereins Buchholz. Die Mitglieder hatten die Flächen erworben, um einen zusammenhängenden Bachwiesenkomplex mit seiner typischen Vegetation zu entwickeln. Im vergangenen Winter wurde der letzte Teilbereich von Mitgliedern des WWV Buchholz mit der Unterstützung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, die den kompletten Weidezaunbau finanzierte, eingezäunt.
Mit einem örtlichen Landwirt als Kooperationspartner wurde das begonnene Bachwiesenentwicklungskonzept fortgesetzt und weiterentwickelt, um zahlreichen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten wieder einen Lebensraum zu bieten. Unter Beachtung der Vorgaben des ANUAL bewirtschaftet Thomas Wilsberg aus Asbach-Oberplag mit seinen zotteligen Hochlandrindern die Weideflächen im Griesenbachtal.
Sein landwirtschaftlicher Betrieb ist einer der anerkannten „Partnerbetriebe Naturschutz“ im Land Rheinland-Pfalz. „Die Schottischen Hochlandrinder fressen fast alles, ob Disteln, Binsen oder Springkraut. Dies war auch einer der Gründe, warum diese zottelige Rasse ausgewählt wurde“, so der Vorsitzende Robert Klein vom Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (ANUAL). „Als Leichtgewichte unter den Rinderrassen sind sie natürlich für Bachauen bestens geeignet.“
Das Weideverhalten der Rinder beeinflusse die Vegetationsentwicklung im Projektgebiet maßgeblich, erläutert Günther Hahn, Biotopbetreuer im Landkreis Neuwied und Ansprechpartner für die Partnerbetriebe Naturschutz. „Durch den Verbiss und Tritt der Rinder ändern sich die Vegetationsstruktur und die Artenzusammensetzung. Vor ein paar Jahren verbuschten die Flächen zusehens. Jetzt, durch die gesteuerte Beweidung, fühlt sich der Ameisenbläuling, eine seltene Schmetterlingsart, auf den feuchten Wiesenflächen im Griesenbachtal wieder wohl. Diese nachhaltige Form der Bewirtschaftung, die der Westerwaldverein auf seinen Flächen anstrebt, ist daher für alle Beteiligten ein Gewinn. Da sich die wenigen Tiere auf so großer Fläche bewegen, bleibt so manche Pflanzenart erhalten. Die Bodenbrüter haben eine deutlich höhere Chance, ihre Brut erfolgreich abzuschließen.“
Werner Schmitz, Vorsitzender des Westerwaldvereins Buchholz, blickt zufrieden auf die Arbeiten, die für diese Beweidung nötig waren, zurück. „Die Zaunarbeiten waren in diesem zum Teil sehr sumpfigen Gelände nicht immer ganz einfach, aber sie haben sich gelohnt. Nun kann der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt für dieses herrliche Fleckchen Heimat noch besser gesichert werden.“
Auch Achim Hallerbach, Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent, begrüßt dieses Projekt: „Dank der Initiative wurde die ehemals total verbuschte Fläche freigestellt. Dabei ist es gelungen, ein ausgewogenes Mosaik von lichten Waldstrukturen und offenen Wiesenbereichen zu schaffen. Die besonnten Bachauen ermöglichen nunmehr, dass zahlreiche Kräuter und Blumen gedeihen können.“ Doch die Maßnahmen seien nicht nur allein aus ökologischer Sicht zu begrüßen. Bei einer Wanderung entlang des Griesenbachtals falle die beweidete Fläche sofort ins Auge. „Das Landschaftsbild erfährt nun eine willkommene Abwechslung in der optischen Wahrnehmung. Für die noch bestehenden Probleme durch Absenkung des Grundwasserspiegels, die durch Begradigungsmaßnahmen des Bachlaufs entstanden sind, wird von der Unteren Wasserbehörde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, um der zunehmenden Trockenheit entgegenzuwirken.“
Die Flächen mit den schottischen Hochlandrindern liegen zwischen Asbach-Hussen/Löhe und Griesenbach und sind zum größten Teil Eigentum des Westerwaldvereins Buchholz. Das Foto zeigt von links: Ina Heidelbach (Kreisverwaltung Neuwied), Achim Hallerbach (Kreisverwaltung Neuwied), Thomas Wilsberg (Landwirt), Robert Klein (ANUAL), Günter Hahn, Biotopbetreuer im Landkreis Neuwied, und Dr. Paul Bergweiler (ANUAL)Foto: privat
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