R(h)ein-Blick in Osterspai feierlich eingeweiht
Ein Ort zum verweilen
Osterspai. Wie eine Perlenkette entstehen nach und nach zahlreiche R(h)ein-Blicke entlang des weltberühmten Stroms – besonders gestaltete Orte, die einen direkten Zugang zum Fluss ermöglichen. Nachdem in den letzten Jahren bereits fünf R(h)ein-Blicke – in Lorchhausen, St. Goarshausen, St. Goar, Brey und Kestert – eingeweiht wurden, konnte jetzt auch in Osterspai ein R(h)ein-Blick der Öffentlichkeit übergeben werden.
Die feierliche Einweihung übernahmen Staatssekretär Günter Kern, Landrat Frank Puchtler (Rhein-Lahn-Kreis), Verbandsvorsteher des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal, und Ortsbürgermeister Gerhard Böhm. Die amtierende Loreley Theresa Lambrich und die Martinimarktkönigin von Osterspai Christina I. lösten feierlich eine rote Schleife von der zentralen Stele des R(h)ein-Blicks.
Die Lage am Osterspaier Ortseingang wird nun in besonderer Weise durch das Ensemble der großen Stahlstele mit illuminiertem Rheinlauf neben einer flachen Gabionenwand und reizvollen Sitzstufen hervorgehoben. Zur Einweihung und gleichzeitigen Übergabe des Platzes an die Ortsgemeinde Osterspai hatte sich eine große Gästeschar eingefunden: Neben den Planungsbeteiligten sowie Vertretern der Ortsgemeinde Osterspai und der Verbandsgemeinde Loreley fanden sich auch zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, um als erste den neuen R(h)ein-Blick genießen zu können. Ihnen allen sagte Landrat Frank Puchtler als Vorsitzender des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal, auf dessen Initiative die R(h)ein-Blicke entstehen, seinen herzlichen Dank für die Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Realisierung des Projekts.
Puchtler hob in seiner Rede die günstige Lage des R(h)ein-Blicks hervor: „Der Standort wurde und wird schon immer gerne von Besuchern wie auch den Bewohnern angenommen. Er bietet eine großartige Aussicht auf die Weinlagen des Bopparder Hamms. Außerdem suchen hier an diesem idyllischen Naturstrand vor allem im Sommer viele Menschen die direkte Nähe zum Rhein.“ Nach diesem Tag ist für den Zweckverband jedoch noch längst nicht Schluss mit den R(h)ein-Blicken. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte entwickeln werden.
Stichwort R(h)ein-Blicke
Das aus dem Kulturlandschaftsentwicklungskonzept für das Welterbe entstandene „Leuchtturmprojekt“ R(h)ein-Blicke für „Orte mit besonderer Aufenthaltsqualität, die zum Verweilen, Genießen und Erleben direkt am Rhein einladen“ wurde 2009 im Rahmen eines durch den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ausgelobten Realisierungswettbewerbs geplant und entwickelt. Die Mainzer Büros Bierbaum Aichele Landschaftsarchitekten und PGM-Architekten-Innenarchitekten setzten sich mit ihrem gemeinsamen Entwurfskonzept gegen die namhafte Konkurrenz durch. Allen Standorten gemeinsam wird die Gestaltung sein: die auf einem Plateau befestigte, weithin sichtbare Stahlstele mit dem Rheinlauf, die Gabionenwände, die Sitzgruppe und die Sitzstufen zum Fluss. Bislang sind bis zu 14 R(h)ein-Blicke geplant, nach den Standorten Lorchhausen, Loreley, dem Hafen Hunt in St. Goar sowie zuletzt Brey und Kestert wurde nun der sechste R(h)ein-Blick in Osterspai fertiggestellt. Die Kosten werden aus Mitteln des Innenministeriums (Städtebauliche Erneuerung) und des Zweckverbands getragen.
Pressemitteilung des
Zweckverbands Welterbe
Oberes Mittelrheintal
Feierliche Übergabe des neuen R(h)ein-Blicks in Osterspai (v. l.): Ortsbürgermeister Gerhard Böhm, Staatssekretär Günter Kern, Loreley Theresa Lambrich, Martinimarktkönigin Christina I., Zweckverbandsvorsitzender Frank Puchtler und SGD-Präsident Dr. Ulrich Kleemann. Foto: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
