Freie Wählergruppe Zepp
Ein mehr als nur grüner Garten
Bell. Bei herrlichem spätsommerlichem Wetter besuchten einige Mitglieder der FWGZ aus Bell den Garten von Frau Maria Gräf in Ochtendung.
Frau Gräf erwartete die Gruppe bereits auf dem Parkplatz der Ochtendunger Kirche, gleich vor Ihrem Haus.
Beim Betreten des Grundstücks fällt sofort ein Schild am Eingangstor in Auge:
Mehr als nur Grün, Biodiversität und Klima, Naturnaher Garten, steht darauf.
Das macht neugierig. Denn bei „ Mehr als nur Grün“ handelt es sich um ein Projekt der Kreisverwaltung zur Förderung der Artenvielfalt. Im Internet zu finden unter: www.mehr-als-nur-gruen.de.
Frau Gräf erzählt, das ihr Garten ein Modellgarten dieses Projekts ist.
Beim ersten Blick auf die Gartenfläche sieht man in der Tat sehr viel Grün, bei näherem Hinschauen fallen viele Bausteine ins Auge, die die Bedingungen des Projekts erfüllen.
Es gibt Gemüse, Salate und Obst für die Ernte der Gärtnerin. Viele blühende Pflanzen, an denen sich Insekten, Vögel und Kleintiere vom Frühling bis zum Herbst tummeln. Aber auch Unterschlupf -Möglichkeiten für die Tiere ,sowie Futterhäuschen und Tränken für Vögel und Insekten sind gegeben. Eine gewisse naturbelassene Unordnung macht den Garten für viele verschiedene Arten von Tieren gefälliger als ein super geordnetes Areal. Einzelne Beete wurden mit lose aufgesetzten Natursteinen abgegrenzt. Hier finden wiederum Kleintiere und Insekten Versteck- und Brutmöglichkeiten. Pflanzen wie Mauerpfeffer und Hauswurz siedeln sich hier gerne an.
Das war nicht immer so. Als die Familie Gräf vor ungefähr 15 Jahren das Haus bezog, war die Gartenerde ausgezehrt und filzig, erzählt die Hobbygärtnerin. Zunächst bemühte sie sich mit konventioneller Düngung um eine Verbesserung des Bodens. Die Ernte wurde zwar etwas ergiebiger , die Bodenqualität leider nur kurzfristig besser. Seitdem sie die Gartenerde mit selbst gewonnenem Kompost, Mulch vom Rasenschnitt und Hornspänen versetzt, wurde die Bodenqualität und auch die Ernteerträge kontinuierlich besser.
Frau Gräf hat erkannt, das durch möglichst dichte Bepflanzung die Erde beschattet und vor Austrocknung geschützt werden kann. Obstbäume, Ahorn, Beerensträucher spenden ebenfalls Schatten, was in den heißen, trockenen Sommermonaten der letzten Jahre sehr wichtig war.
Natürlich wird auch Regenwasser zum Gießen aufgefangen, zum Beispiel in einer alten vierfüßigen Badewanne, was einen gewissen Charme verleiht.
Ganz nebenbei haben Herr und Frau Gräf die glückliche Feststellung gemacht, das sich das Regenwasser bei Starkregen nicht mehr in ihrer Hauswand hochzieht, seitdem sie Hofeinfahrt entlang des Hauses von Betonplatten befreit und naturbelassen haben. So kann das Wasser versickern, bleibt nicht mehr an der Hauswand stehen.
Die rührige Naturliebhaberin Frau Gräf betreut außer dem eigenen Garten ehrenamtlich einige sehr unterschiedliche Flächen rund um die Ochtendunger Kirche.
Diese Beete wurden ebenfalls von den Mitgliedern der FWGZ besichtigt.
Besonders erwähnt sei hier eine alte Mauer an der Kirche. Diese wurde vor einigen Jahren vom Ochtendunger Obst-und Gartenbau-Verein, in dessen Vorstand Frau Gräf derzeit war, von Efeu befreit und restauriert.
Besonderst reizvoll anzusehen, die im mediteranen Stil neu angelegten Beete an der Mauer. Hier gedeihen Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Rosmarin und Lavendel. Es blühen Goldrute, Sonnenhüte und vieles mehr. Es ist nicht nur eine Augenweide, es duftet, man kann die Kräuter nutzen und sie sind an warmes Klima angepasst. Viele verschiedene Arten von Insekten finden hier einen gedeckten Tisch. Zur Abrundung sind einzelne Pflanzen mit kleinen Schiefertafeln beschriftet. Diese Fläche wird ebenfalls von Frau Gräf betreut.
Wer Lust hat, mehr über die Arbeit und Ziele der Insektengruppe der FWGZ Bell zu erfahren oder sogar mitmachen möchte, kann sich direkt an den Bürgermeister Stefan Zepp wenden unter : 02652/4182.
Pressemitteilung der
Freien Wählergruppe Zepp
Es blüht zu allen Jahreszeiten.
