Politik | 05.10.2016, 11:38 Uhr

Förderzentrum für Flüchtlinge

Eine berufliche Perspektive erlangen

Auf dem Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Ouhiba Kerkar informiert sich über Ausbildungs- und Arbeitsstellen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. privat
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Rhein-Sieg-Kreis. Rund 170 geflüchtete Menschen konnten seit Mitte des Jahres mit der Maßnahme „Förderzentrum für Flüchtlinge“ gefördert werden. Jeder Teilnehmer bekam eine individuelle Unterstützungs- und Erprobungsmöglichkeit. Eine von ihnen ist Ouahiba Kerkar, eine 34-jährige Asylbewerberin aus Algerien.

Ouahiba Kerkar berichtet: „Seit zwei Monaten nehme ich am Förderzentrum teil. Wir lernen hier die Möglichkeiten einer Ausbildung kennen und bekommen Orientierung zu den einzelnen Berufen. In meinem Heimatland habe ich sechs Jahre als Französischlehrerin gearbeitet, deshalb habe ich innerhalb der Maßnahme zuletzt ein Praktikum bei einem Gymnasium absolviert. Bei den unterstützenden Tätigkeiten für die Lehrer und der Hausaufgabenbetreuung habe ich nicht so viele Unterschiede zu meiner Arbeit in Algerien festgestellt. Zunächst muss ich noch dringend meine deutschen Sprachkenntnisse verbessern und versuchen meinen Abschluss anerkennen zu lassen. Eine spätere Tätigkeit als Übersetzerin würde mich auch interessieren.“

Derzeit nehmen rund 70 Teilnehmer an der Fördermaßnahme teil, deren besonderes Ziel es ist, eine Kompetenzfeststellung und eine praktische Erprobung bei einem Arbeitgeber durchzuführen. In der sechsmonatigen Maßnahme können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bereich Hotel-Gastronomie/Hauswirtschaft/Ernährung, im Bereich Farbe/Raumgestaltung, im Bereich Pflege und im Bereich Bau erproben.

Marita Schmickler-Herriger, Leiterin der Arbeitsagentur, meint: „Neben der sprachlichen Förderung ist es für Arbeitgeber wichtig die berufsfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der geflüchteten Menschen zu kennen. Dann können wir im Echtbetrieb die Fertigkeiten erproben und eine Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt angehen.“

Ouhiba Kerkar informiert sich über Ausbildungs- und Arbeitsstellen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Foto: privat

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