Förderverein kritisiert Mehrheitsbeschluss im Rat
Entsetzt über Saunaschließung
Meckenheim. Mit Entsetzen nimmt der Förderverein des Hallenfreizeitbads Meckenheim zur Kenntnis, dass der Rat in seiner Dezembersitzung völlig übereilt mehrheitlich (gegen die Stimmen der CDU-Fraktion) die Schließung der Sauna beschlossen hat.
„Hier wird ein Freizeitangebot, das tausendfach genutzt wurde, unwiederbringlich zerstört“, sagt Vorsitzender Reinhold Poloczek. Die Ersparnis werde dabei keineswegs 82 Euro mal 3000 oder 4000 Besucher betragen, „das ist eine Milchmädchenrechnung. Die in der Öffentlichkeit genannte Zahl ist völlig absurd.“ Das Personal habe bisher die Sauna mitbetreut, hier sei nicht mit einer Reduzierung zu rechnen. „Eigentlich geht es allein um die Stromkosten, und über deren Höhe habe ich noch keine schlüssige Zahl gesehen, aber nach meinen Informationen liegen die bei zwölf- bis fünfzehntausend Euro.“ Zu bedenken sei auch der Wegfall der Eintrittsgelder in Höhe von ca. 50.000 Euro, die Saunagäste zahlen.
Der Förderverein hatte wiederholt alle Fraktionen angeschrieben und auch eingeladen, die Sauna einmal gemeinsam zu besichtigen; „darauf haben wir nur von einigen Fraktionen überhaupt eine Antwort bekommen. Hier wurde also über etwas entschieden, was man möglicherweise noch nie gesehen hat.“
Mit Ausnahme der CDU-Fraktion hatten bei der Ratssitzung alle Fraktionen auf Antrag der UWG für die Schließung gestimmt, obwohl eigentlich nur eine Preiserhöhung auf der Tagesordnung stand. „Wir fühlen uns von den Befürwortern der Schließung verschaukelt und sind sehr enttäuscht.“
Die Saunagäste müssten nun in umliegende Gemeinden fahren, wo die Saunen – mit einem anderen Konzept betrieben – sehr viel teurer seien. „Und ob die Fahrerei oder die Einrichtung von Privatsaunen in Häusern wirklich im Sinne des Umweltschutzes ist, diese Frage darf man auch stellen.“
Pressemitteilung des
Fördervereins Hallenfreizeitbad Meckenheim e. V.
