Bendorfer Grüne stellen Neubaugebiet auf Grünen Wiese in Frage
Eröffnung des Verfahrens
Bendorf. Gegen die Stimmen der Grünen und weniger SPD-Mitglieder hat der Bendorfer Stadtrat kürzlich die Eröffnung des Bebauungsplan-Verfahrens für das Gebiet „Auf der Bleth“ beschlossen.
Elke Sodemann-Müller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen erläuterte die ablehnende Haltung der Fraktion zu diesem Vorhaben: „Ein solcher Bebauungsplan passt einfach nicht mehr in die Zeit: Europa, Bund und Länder fordern von uns, Flächen zu renaturieren, uns an den Klimawandel anzupassen und den Flächenverbrauch radikal zu reduzieren – da kann man doch kein Neubaugebiet auf der grünen Wiese ausweisen. Zumal die vorgesehenen Flächen ein intaktes ökologisches System darstellen, das geschützten Arten Heimat bietet.“
Die Stadträtin führte weiter aus, dass zudem gar keine Notwendigkeit für ein neues Baugebiet in Stromberg bestünde. In den Neubaugebieten Stromberg-Süd und auch im Innenbereich gebe es ca. 80 baureife Grundstücke, voll erschlossen, die bislang nicht bebaut wurden. „Warum also weiter Grünland versiegeln? Die Stadt sollte in erster Linie darüber nachdenken, wie man diese Flächen einer Bebauung zuführen kann.“ Folgerichtig beantragte die Grüne Fraktion die Prüfung eines Baugebotes durch die Stadtverwaltung.
„Die Erde brennt an allen Ecken und Enden - und wo sie nicht brennt, kommt es zu Überschwemmungen. Wir haben keine Zeit mehr und sollten auch vor Ort endlich umdenken. Keine weitere Flächenversiegelung ist das Gebot der Stunde,“ so Sodemann-Müller abschließend.
Pressemitteilung des
Ortsverbands Bendorf
Bündnis 90 / Die Grünen
Mitglieder der Stromberger Bürgerinitiative und Grüne Stadtratsmitglieder vor Ort „Auf der Bleth“. Foto: Bündnis 90 / Die Grünen OV Bendorf