Jugendarbeit: Kreis setzt auf Netzwerke
Erstes Treffen fand in Kreisverwaltung statt
KREIS MYK. Aktuelle Themen der Jugendarbeit vertiefen und Möglichkeiten zum fachlichen Austausch schaffen: Das ist Ziel des Netzwerks Jugendarbeit im Landkreis Mayen-Koblenz. Dazu fand erstmals ein Treffen im Kreishaus statt. Die Netzwerktreffen sollen zukünftig zweimal im Jahr stattfinden. Schwerpunkt des ersten Netzwerktreffens war die Frage, wie Jugendarbeit zu einem gelingenden Zusammenleben einheimischer Jugendlicher, junger Migranten und Flüchtlingen beitragen kann. Insbesondere die Situation junger Flüchtlinge sollte hierbei genauer beleuchtet werden. Hierzu hatte das Kreisjugendamt drei Referentinnen eingeladen. Jutta Mollenhauer-Pokhtpaz, für die unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) zuständige Mitarbeiterin bei der Kreisverwaltung, stellte ihre Arbeit vor. Sie beschrieb das genaue Vorgehen des Kreisjugendamtes, wenn ein Jugendlicher, der ohne Eltern im Kreisgebiet ankommt, in einer speziellen Einrichtung untergebracht wird. Als weitere Referentin hatte das Kreisjugendamt Susanne Thorn vom Fachdienst für Migration und Integration mit Schwerpunkt Asyl- und Flüchtlingsberatung bei der Caritas Koblenz eingeladen. Sie stellte insbesondere die kulturellen Unterschiede zwischen einheimischen Jugendlichen und jungen Flüchtlingen heraus, welche auch für die Jugendarbeit relevant sind. Als dritte Referentin war Sonja Lauterbach, pädagogische Fachkraft des Jugendmigrationsdienstes der Caritas Rhein-Mosel-Ahr in Mayen eingeladen. Sie gab in ihrem Vortrag Einblicke in die konkrete Arbeit mit jungen Flüchtlingen in den Verbandsgemeinden Vordereifel und Maifeld. Dabei mache sie immer wieder die Beobachtung, dass insbesondere in den kleinen Orten das Engagement der Einwohner am größten sei, so Sonja Lauterbach. Das Kreisjugendamt, Bereich Kinder- und Jugendförderung, hatte alle hauptamtlichen Fachkräfte der Jugendarbeit aus dem Kreisgebiet eingeladen. Die hauptamtlichen Fachkräfte tauschten sich auch darüber aus, welche Maßnahmen in den einzelnen Verbandsgemeinden, Städten und Jugendverbänden bereits durchgeführt werden, um ein gelingendes Zusammenleben junger Einheimischer, Migranten und Flüchtlinge im Rahmen der Jugendarbeit zu fördern. In vielen Kommunen finden bereits ein Austausch und eine Zusammenarbeit mit Einrichtungen für Flüchtlinge statt. Die bestehenden Kontakte sollen noch weiter ausgebaut werden.
Kontakt: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Kinder- und Jugendförderung, Simone Manger, Tel. (02 61) 10 8-5 66, simone.manger@kvmyk.de. Pressemitteilung
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