Lahnsteiner Grüne fordern Maßnahmen für Radlerinnen/Radler
Es gibt genug zu tun
Lahnstein. In vielen Städten schreiten, nicht zuletzt wegen den Begleitumständen der Corona-Pandemie, Projekte für den Ausbau von Radwegen voran. In Lahnstein tut sich fast nichts. Dies veranlasste jetzt den Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Lahnsteiner Stadtrat Gerhard Schmidt sich mit einem Schreiben an die Stadtspitze zu wenden. In diesem bittet er jetzt Maßnahmen zu ergreifen, die das Fahrradfahren in Lahnstein etwas ungefährlicher und attraktiver machen.
Ein wichtiger nicht zu vernachlässigender Punkt ist für den Grünen Stadtrat, dass sich an allen öffentlichen Gebäuden Fahrradabstellanlagen befinden. Wer das Fahrradfahren fördern und die Verkehrsbelastung reduzieren möchte, muss auch dafür sorgen das geeignete Radabstellanlagen errichtet werden. Es kann nicht sein, dass eine Fahrradfahrerin/ein Fahrradfahrer an seinem Ziel ankommt und keine Möglichkeit vorfindet sein Fahrrad vernünftig und sicher abzustellen.
Ein weiterer wichtiger Punkt dieses Schreibens ist der Weg zwischen Schleuse und Lahnbrücke, wird von vielen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern genutzt wird, erläutert der Grüne Jung-Stadtrat David Niel. Dieser Weg ist in einem desolaten Zustand. Zumindest die Planung einer Verbesserung sollte noch in diesem Jahr vorgenommen werden, damit spätestens im nächsten Jahr eine vernünftige Lösung für diesen Bereich umgesetzt wird. Dazu gehört auch eine vernünftige befahrbare Anbindung an die Rudi-Geil-Brücke.
Da befindet er sich dann, Deutschlands wohl „längster“ Fahrradweg. Aber trotz seiner wohl überschaubaren Länge sorgt er für Gefahrensituationen, so der Grüne Fraktionsvorsitzende Schmidt. Der Radweg auf der Rudi-Geil-Brücke ist schmal und sorgt dadurch immer wieder für Ärger zwischen Fußgängerinnen/Fußgängern und den Radfahrerinnen/Radfahrern. Autos fahren so dicht an den Radweg heran, dass die Radfahrerin/der Radfahrer nur auf den Fußgängerbereich ausweichen kann. Es ist sicherlich überlegenswert, ob für dieses kurze Stück nicht der Radweg entfernt und als Mehrzweckstreifen (wie vor und hinter der Brücke) auf die Fahrbahn verlegt wird.
Des Weiteren monieren die Grünen den Straßenbelag in der Hochstraße auf Höhe der Kreisberufsschule. An dieser Stelle wird die Straße so breit, dass Kfz erstmals auch Radlerinnen/Radler überholen können. Der Belag auf der rechten Seite der Fahrbahn ist jedoch so löchrig, dass die Fahrradfahrerin/der Fahrradfahrer sich mit ihrem Fahrrad in Richtung Mitte der Fahrbahn bewegen. Dies führt zu unnötigen Gefahrensituationen, die vermieden werden könnten, wenn der Fahrbahnbelag (ca. ein Meter Breite) in diesem Bereich erneuert wird. Das sollte uns der Schutz der Radlerinnen und Radler Wert sein.
Der Grüne Stadtrat Ulrich Merkelbach weist auf ein weiteres Ärgernis hin. Der Fahrradweg Sebastianusstraße hat weder am Anfang noch am Ende der Straße eine Fortsetzung. Um diesen Radweg sinnvoll zu nutzen, benötigt er eine Anbindung an das Schulzentrum einerseits und andererseits eine Anbindung an die Innenstadt.
Es gibt also genug zu tun. Es wird allerdings auch höchste Zeit, dass es angepackt wird. Das Radfahren sollte endlich auch in Lahnstein den ihm zustehenden Stellenwert erhalten, so der Grüne Fraktionsvorsitzende Schmidt zum Abschluss.
Pressemitteilung
Grüne Lahnstein
Die Radwege in Lahnstein sind teilweise in keinem guten Zustand. Foto: privat