SPD-Vorstandssitzung tagte zum Thema Europa
Europa als Chance begreifen
Soziales Europa ausbauen
Engers. „Wenn Europa nur für Bürokratie und Wirtschaft steht, dann verstehen die Leute nicht, wofür dieses Europa gut ist,“ fassten die Engerser Sozialdemokraten ihren Wunsch zur Entwicklung eines ‚sozialen Europas‘ am Europatag (9. Mai) zusammen.
In einer Vorstandssitzung tagten die Genossen zum Thema Europa und versprachen zukünftig auch europäische Projekte für Engers anzupacken, wenn schon - so die Kritik - die Stadtebene nichts macht: „Europa ist gerade auch in diesen Zeiten die Lösung und wir haben in der Welt nur die Möglichkeit uns als Europäer Gehör zu verschaffen,“ befanden die Engerser Sozialdemokraten.
Abschließend erinnerten die Genossen daran, dass gerade Europa jahrzehntelangen Frieden in unserm Land ermöglicht hat: „Wer nicht weiß, wofür Europa gut ist, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.“
Pressemitteilung SPD Engers

Was noch zu bemerken ist:
Der langjährige und ehemalige Europaabgeordnete Norbert Neuser, SPD, war einer von denjenigen Abgeordneten, die ihr Mandat in Gänze sehr verantwortungsvoll und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ausgeübt haben. Norbert Neuser hat insbesondere im Zusammenhang mit der Rheintal-Bahn-Trasse - Lärmbekämpfung - sehr großes und unermüdliches Engagement gezeigt. Danke dafür Norbert Neuser !
Völlig richtig ist - trotz der vorangegangenen Kritik - dass wir alle glücklich und dankbar sein können, dass in Europa seit Jahrzehnten Frieden herrscht. Das ist eine ganz große europäische Errungenschaft. Die aber aktiv bewahrt, gehegt und gepflegt werden muss! Im ökologischen und sozialen Bereich (das sind zwei Seiten einer Medaille!) muss Europa aber noch viel, viel besser werden. Die finanziellen Mittel dazu sind vorhanden. Es muss nur zur richtigen - gemeinwohlorientierten / daseinsvorsorgeorientierten - Mittelverwendung kommen.
Europa ist mehr denn je ein zweifelsfrei neoliberales (=marktextremistischer Kapitalismus) Europa. Dies ist deshalb so, weil Europas Nationalstaats-Regierungen, selbst wenn sie sich sozialistisch oder sozialdemokratisch nennen, sich gesellschafts- und wirtschaftspolitisch dem Neoliberalismus unterwerfen! Auch die SPD-Bundesführung. Nicht unwesentliche Teile der SPD-Basis wollen absolut keinen Neoliberalismus. Können sich aber nicht durchsetzen. Noch nicht einmal eine innerkapitalistische Wirtschaftsdemokratie mit paritätischer Mitbestimmung (=Gleichgewicht zwischen den Faktoren Kapital und Arbeit) konnte in der Gesamtwirtschaft erreicht werden. Paritätische Mitbestimmung gibt es seit 1952 lediglich in den 'Montan-Branchen' Kohle u. Stahl. Die deutschen Gewerkschaften sind hier leider zu schwach, um entsprechenden Druck auf die jeweiligen Bundes-Koalitions-Regierungen auszuüben. So bleibt es bei einem Europa zum Vorteil der WENIGEN und zum Nachteil der VIELEN. Es müsste umgekehrt sein!