Politik | 30.01.2017

CDU-Stadtverbands und der Stadtratsfraktion Bendorf

Fachkräftemangel größtes Problem der Altenpflege

Christdemokraten informierten sich im Bendorfer AWO-Seniorenzentrum

Mitglieder des CDU-Stadtverbandes informierten sich über das Seniorenzentrum der AWO in Bendorf. privat

Bendorf. Der Mangel an Pflegekräften ist und bleibt eine der größten Herausforderungen in der Altenpflege. Daran ließ auch der Einrichtungsleiter des AWO-Seniorenzentrums auf der Bendorfer Vierwindenhöhe, Andreas Erdmann, beim Besuch von Mitgliedern des CDU-Stadtverbands und der Stadtratsfraktion Bendorf keinen Zweifel. „Angemessene Bezahlungen für Pflegekräfte und attraktive Arbeitsbedingungen sind“, so Erdmann, „entscheidende Voraussetzungen. Da muss mehr Geld bereitgestellt werden“.

Die Angleichung der Ausbildung in der Alten- und medizinischen Krankenpflege ist für Andreas Erdmann ein zweischneidiges Schwert.

Einerseits biete sie den Auszubildenden eine breitere Berufswahl, andererseits aber werde sie auf Dauer der Altenpflege zunehmend Arbeitskräfte entziehen. Der Heimleiter zeigte aber auch ein weiteres Problem auf: „Die Personalstärke im Haus muss immer genau dem aktuellen Pflegeaufwand, der in den einzelnen Pflegestufen unterschiedlich hoch ist, entsprechen. Nehme ich einen oder zwei Bewohner mit hohem Pflegegrad neu auf und kann nicht gleichzeitig eine weitere Pflegekraft finden, verhängt die Heimaufsicht für zwei Monate einen Aufnahmestopp.

Auch wenn innerhalb dieser Zeit zwei oder drei Zimmer frei werden, bleibt dieser Stopp gültig, während unsere Einnahmen sinken“.

Mit 110 Mitarbeitern bei 126 Bewohnern ist das Seniorenzentrum derzeit aber gut ausgestattet. Zudem kann sich das Haus auf zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die für die unterschiedlichsten Angebote sorgen, stützen. „Dafür sind wir sehr dankbar, denn für die Bewohner und auch für das Personal sind diese Ehrenamtler ausgesprochen wichtig“, betonte Erdmann.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Wiemer dankte Andreas Erdmann für seine offenen und informativen Ausführungen und wünschte, dass die Einrichtung ihre hervorragende Tätigkeit auch weiterhin auf diesem Niveau aufrechterhalten könne, denn das Haus zählt auch zu den größten Arbeitgebern in der Stadt Bendorf. Wiemer freute sich ferner, dass die Bendorfer CDU-Frauen unter der Leitung von Gaby Zils schon seit fast drei Jahrzehnten einmal pro Monat einen Kaffeenachmittag im AWO-Seniorenzentrum ausrichteten. Zudem dankte er Hajo Stuhlträger, der sich im Kreisseniorenbeirat für eine Busanbindung von und zur Vierwindenhöhe erfolgreich eingesetzt habe.

Bei einer Zimmerbesichtigung konnten sich die Christdemokraten von der räumlichen Qualität der Unterbringung der Bewohner überzeugen. Auf ca. 35 Quadratmetern mit Dusche, Toilette, Balkon und ausgezeichnetem Blick ins Rheintal kann man sich schon wohlfühlen.

Pressemitteilung

CDU-Stadtverbands und der Stadtratsfraktion Bendorf

Mitglieder des CDU-Stadtverbandes informierten sich über das Seniorenzentrum der AWO in Bendorf. Foto: privat

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