Rhein-Sieg-Kreis informiert
Familienfreundliche Verwaltung
Auditierung „berufundfamilie“ gestartet: Landrat stellt Gleichstellungsplan der Kreisverwaltung vor
Rhein-Sieg-Kreis. In Bezug auf Familienfreundlichkeit kann die Verwaltung punkten, Frauen rücken in Führungspositionen vor, dennoch ist dem Fachkräftemangel in der Verwaltung gezielt vorzubeugen - das ist die Botschaft des Gleichstellungsplans der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises. Diesen - bezogen auf den Berichtszeitraum vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 - stellte Landrat Sebastian Schuster im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises vor.
„Wir möchten die Kreisverwaltung zukunftsfähig aufstellen. Damit die Verwaltung weiterhin, nach gewohntem Standard, bürgerfreundlich und zuverlässig arbeiten kann, wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, den Wettbewerb um gute Fachkräfte, Frauen und Männer, zu gewinnen und diese zu halten. Ein großer Pluspunkt der Kreisverwaltung als Arbeitgeber ist die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie; das zeigen schon die vielen Teilzeitmodelle, die wir haben. Aber wir möchten diesen Bereich verbessern und zukunftsfest ausbauen. Deshalb haben wir die Auditierung „berufundfamilie“ gestartet“, stellte Landrat Sebastian Schuster diesen neuen Prozess der Auditierung der Kreisverwaltung vor. Auditor Patrick Frede hatte die Verwaltungsspitze überzeugt, dass es sich lohnt, in eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu investieren. In die Auditierung sind zusätzlich zur Gleichstellungsstelle auch der Personalrat sowie die Beschäftigten der Kreisverwaltung mit einbezogen.
„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf den Frauen und Männern nicht zum Nachteil gereichen. Trotz Teilzeit und Familienarbeit muss den Beschäftigten ´der Weg nach oben´ offen sein“, betonte Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises. Dies gelingt Schritt für Schritt: wie in den Vorjahren nimmt der Anteil der Frauen in Führungspositionen bei gleichbleibendem Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten langsam zu. Mit einer Erhöhung um zwei Prozent liegt der Frauenanteil bei 45 Prozent; dieser Anteil verringert sich bei zunehmender Hierarchiestufe. Bei den Führungskräften unter 50 Jahren liegt der Anteil der Frauen in Führungspositionen mit 65 Prozent sogar schon über drei Prozent über dem Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigtenzahl. In der Kreisverwaltung sind 62 Prozent der rund 1.500 Beschäftigten - Beamte und Tarifangestellte - Frauen und 38 Prozent Männer. Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten in Vollzeit und ein Drittel - hiervon noch überwiegend Frauen - arbeiten Teilzeit.
„Für die zukünftige Entwicklung wird entscheidend sein, dass es den jungen weiblichen Führungskräften gelingt, in die höheren Hierarchiestufen zu gelangen“, stellte Brigitta Lindemann im Kreistag fest.
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