Politik | 25.02.2015

Mitgliederforum „Familienfreundliche Gemeinde“

Familienfreundlichkeit kann in vielen Feldern verbessert werden

Swisttal. Das CDU Mitgliederforum „Familienfreundliche Gemeinde“ unter der Leitung seines Obmanns Hans-Josef Heck betrachtete relevante Bereiche wie Kinderbetreuung, Schulen, Wohnen, Mobilität. „Wir prüfen, in welchem Bereich wir ein attraktiveres Umfeld für Kinder und ihre Eltern in unserer Gemeinde schaffen können. Dabei müssen wir Ideen entwickeln, die nicht schon deshalb tabu sind, weil sie die Gemeinde etwas kosten würden“, so Heck.

Fragen müssen geklärt werden

Nach seinen Recherchen ist die Kinderzahl von 1969 (155 Mädchen, 176 Jungen) in 2013 (81 Mädchen, 65 Jungen) um mehr als die Hälfte gesunken. Da müssten alle Alarmglocken läuten. Vor diesem Hintergrund wäre es wünschenswert, einen bestimmten Prozentsatz des Gemeindehaushalts als „Zukunftssicherung“ vorzuhalten. Zunächst gehe es aber darum, Schularbeiten zu erledigen etwa bei der Frage, wie viele Kinder benötigen einen Kindergartenplatz. Es müssen verlässliche Planungsdaten erhoben werden. Wird jährlich eine Bedarfsabfrage durchgeführt? Wie wird die Erfassung von wem durchgeführt? Werden die Eltern angeschrieben oder müssen die Eltern von sich aus aktiv werden? Wie viele echte U-3 Plätze stehen zur Verfügung (Betreuung ab 1. Lebensjahr)? Wie viele Tagesmütter stehen für die U-3 zur Verfügung. Ist die Qualität der Betreuung gesichert? Diese Fragen und andere mehr müssen abgeklärt werden, um die Verlässlichkeit der Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Handlungsbedarf

Das Forum ist darin einig, dass in einer familienfreundlichen Gesellschaft sollten alle Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche grundsätzlich frei zugänglich sein sollten. Eine Gemeinde kann das im Alleingang schwerlich schaffen. Aber für die Zukunft müsste in der Politik von Bund und Land Prioritäten so gesetzt werden, damit eine Gemeinde schrittweise zu dem Idealziel gelangt. Das Forum sieht auch bei der Frage nach bezahlbarem Wohnraum für Familien Handlungsbedarf. In der Gemeinde fehlen vor allem Mietwohnungen für kinderreiche Familien. Wünschenswert sei deshalb ein Wohnraumbeschaffungskonzept für Familien für drei und mehr Kinder etwa durch Anreize zur Sanierung von Altbeständen in den Ortskernen, ferner durch Erlass oder Reduzierung der Grunderwerbsteuer oder Bereitstellung von günstigem Bauland durch die Gemeinde.

Das Forum war sich sehr darin einig, dass der in der Diskussion befindliche „Landhüpfer“ insbesondere die Mobilität der Familien, aber auch der Senioren erhöhen kann. „Es wäre mehr als eine Geste, wenn jedes Neugeborene in Swisttal durch ein Geschenkpaket begrüßt würde. Hier käme die Wertschätzung von Familie und Kinder sinnvoll zum Ausdruck“, war sich das Forum einig.

Neuer Termin

Es wird fortgesetzt am 5. März, 19 Uhr, Anmeldung unter Tel. (0 22 51) 5 94 13.

Pressemitteilung

CDU Gemeindeverband Swisttal

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