Politik | 19.11.2019

Sportausschuss der Kreisstadt ließ sich informieren - TWIN-Neubau

Finanzierung weiterhin nicht vollständig gesichert

Nach derzeitigem Stand fehlen etwa vier Millionen Euro von den 15 Millionen Euro Gesamtkosten - trotzdem ist man guter Dinge

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Hallen-Freizeitbad TWIN in Bad Neuenahr soll einem Neubau weichen. Die Zeichen dafür stehen gut, wenn es um die Planung und Baugenehmigung geht, ein Fragezeichen steht aber nach wie vor hinter der Finanzierung des gewaltigen Projektes. Dass erfuhr der Sportausschuss der Kreisstadt in seiner jüngsten Sitzung von Gregor Terporten von der für den Betrieb des TWIN zuständigen städtischen Abteilung für Generationen und Sport. Das Baugenehmigungsverfahren befände sich in der Endphase, letzte Unterlagen von Fachbehörden sollen bis Ende November vorliegen. „Wir hoffen, dass dann zeitnah eine Baugenehmigung erteilt werden kann.“ Parallel dazu arbeiteten Verwaltung und Architekten an der Ausführungsplanung für das Projekt, dessen Kosten auf 13,3 Millionen Euro zuzüglich 1,6 Millionen Euro für den Abriss und die Wiederherstellung der Liegewiese, mithin auf knapp 15 Millionen Euro geschätzt werden.

Großteil des Geldes ist bereits gesichert

Ein Großteil des Geldes ist bereits gesichert, so Terporten, doch leider gebe es auch einen Wermutstropfen: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) habe mitgeteilt, dass das Land Rheinland-Pfalz wegen der in Aussicht gestellten Förderung aus Bundesmitteln in Höhe von 3,1 Millionen Euro keine zusätzlichen Landesmittel aus der Sportförderung beisteuern wolle. „Eine Doppelförderung wurde mit Verweis auf eine Ungleichbehandlung mit anderen Kommunen abgelehnt“, machte der Erste Beigeordnete Peter Diewald als Ausschussvorsitzender klar. Man lasse daher den Förderantrag an das Land ruhen, bis abschließend über den Bundeszuschuss entschieden worden sei. Für den Fall, dass der Bund doch noch abspringe, müsse dann ein Antrag an das Land gestellt werden. Mit im Boot ist der Kreis Ahrweiler, der sich mit insgesamt 1,1 Millionen Euro, verteilt über mehrere Jahre, an dem Neubau des TWIN beteiligen will. Auch die Gemeinde Grafschaft trägt sich mit dem Gedanken, der Kreisstadt finanziell unter die Arme zu greifen. Im Rat wurde bereits über einen Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro diskutiert. Hintergrund: Der Grafschafter Gemeinderat hatte sich zwar grundsätzlich gegen eine Förderung des TWIN ausgesprochen, zugleich aber die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Kreisstadt zu klären. Mittlerweile bestehe auf Verwaltungsebene der beiden Kommunen Einigkeit, den übergebietlichen Hochwasserschutz weiter gemeinsam zu betreiben, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dadurch entstünden deutlich höher Landeszuschüsse für die geplanten Hochwasserschutz-Ausgaben in Millionenhöhe. Vor dem Hintergrund dieser gesamtwirtschaftlichen Betrachtung hatte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem (CDU) bei seiner Vorstellung des Haushalts für das Jahr 2020 dem Gemeinderat empfohlen, einen schon einmal angedachten Zuschuss in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro, auf vier Jahre gestreckt, erstmals im Haushalt 2020 einzustellen. Im kommenden Frühjahr soll in den Grafschafter Gremien über diese Sache noch einmal intensiv beraten werden. „Die Details dazu klären derzeit die Bürgermeister Guido Orthen und Achim Juchem“, bestätigte Diewald.

Weiteres Bauland soll verkauft werden

Zudem rechnet die Stadt zeitnah mit realisierbaren Erlösen aus den in Bauland umgewandelten Flächen Pius-Wäldchen (Projekt Landesgartenschau, nachhaltiges Bauen mit Holz), Südwiese des TWIN und Pius-Straße. Diese bringen alles in allem rund 6,6 Millionen Euro für den Hallenbadneubau in die Stadtkasse. Ohne Einrechnung des Zuschusses aus der Grafschaft beläuft sich die Unterdeckung aktuell auf etwa vier Millionen Euro einschließlich Abriss und neuer Liegewiese. „Dennoch: Die Finanzierung ist auf einem guten Weg“, zeigte sich Diewald zuversichtlich, denn das restliche Geld könne mittelfristig durch den Verkauf der weiteren Refinanzierungsflächen „Ostwiese“ und das geplante Baugebiet „Oben in der Hardt“ oberhalb des Klarissen-Klosters gedeckt werden. Allerdings machte Peter Ropertz (CDU) klar, dass ohne Gegenfinanzierung das TWIN nicht gebaut werden könne, darauf habe sich der Stadtrat bereits festgelegt. Es sei jedoch guten Mutes, dass man die Finanzierung letztlich hinbekomme.

Sobald Genehmigung, Förderung und Finanzierung feststehen, soll mit der Ausschreibung und in der Folge mit dem Bau selbst begonnen werden, erklärte Terporten weiter. Noch im kommenden Jahr 2020 soll mit vorbereitenden Maßnahmen wie notwendigen Leitungsverlegungen, Rodungen und Kanalbaumaßnahmen begonnen werden. „Parallel dazu wollen wir weiterhin den Betrieb des noch bestehenden Hallenbades aufrechterhalten, auch in der Bauphase, solange es verantwortbar ist.“

JOST

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